Unbekannter schnitt Mädchen den Zopf ab
Die Polizei fahndet im Bezirk Deutschlandsberg nach einem Unbekannten, der während eines Perchtenlaufs in Schwanberg einem vierjährigen Mädchen den Zopf abgeschnitten hat. Seit 1996 wurden 16 ähnliche Fälle in der Steiermark angezeigt

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Den Haarzopf eines vier Jahre alten, blonden Mädchens schnitt am Samstag ein unbekannter Täter bei einer Veranstaltung in Schwanberg ab. Erst zu Hause bemerkte die Mutter des Opfers, dass einer der geflochtenen Zöpfe fehlte. Zahlreiche Schaulustige besuchten Samstagabend den Perchtenlauf am Hauptplatz in Schwanberg. Darunter auch ein vierjähriges Mädchen in Begleitung seiner Mutter und seiner Großmutter. Ab 18 Uhr verfolgten sie eine Stunde lang das höllische Treiben, ehe sich die Mutter auf den Heimweg machte. Das Mädchen und die Großmutter hingegen blieben noch etwa 30 Minuten bei der Veranstaltung.
Abwesenheit
Nachdem das Mädchen mit der Großmutter nach Hause gekommen war, bemerkte die Mutter plötzlich, dass der rechte, rund zwanzig Zentimeter lange, Zopf der Kleinen fehlte. Offenbar hatte ein Unbekannter die Haare unbemerkt abgeschnitten. Gegenüber der Polizei äußerte die Mutter, dass der Täter nur in ihrer Abwesenheit zwischen 19 und 19.30 Uhr zugeschlagen haben kann. Doch weder die Großmutter noch das Kind selbst bemerkten die Tat, die vor der Pizzeria "Die Welle" und dem Kaufhaus Brauchart verübt worden war, etwas. Die Polizei hofft, dass der Vorfall beobachtet wurde. Unter Tel. 059 133-6109 oder Tel. 059 133-60 3333 nehmen die Polizei Schwanberg bzw. der Journaldienst des Landeskriminalamtes Hinweise von Zeugen entgegen.
Seit 1996 wurden in der Steiermark 16 ähnliche Fälle angezeigt. "Möglicherweise ist die Dunkelziffer noch höher, weil Opfer aus irgendwelchen Gründen keine Anzeige erstattet haben", sagt ein Ermittler. Wer in der Vergangenheit Opfer eines Haarabschneiders wurde und keine Anzeige erstattet hat, wird gebeten, sich beim Landeskriminalamt Steiermark unter Tel. 059 133-60 3333 zu melden. Die Polizei vermutet, dass mehrere Täter am Werk sein könnten.







