Schwanberg: Weg vom Heim?
Da in Schwanberg hauptsächlich Menschen mit Behinderung betreut werden, soll das Heim gemäß UN-Konvention aufgelöst werden. Die Alternative: kleine, betreute Wohneinheiten.

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Der Pflegeskandal in Schwanberg erreichte am Dienstag den Landtag: Der Ausschuss für Gesundheit und Pflege befasste sich mit der Frage, wie es in Schwanberg weitergehen kann.
Bisher wurde die Versorgung der rund 150 Personen vorwiegend als Angelegenheit des Spitalsressorts gesehen. Inzwischen stellte sich jedoch heraus, dass ein Großteil der betreuten Personen behindert ist. "Hier brauchen wir zeitgemäße Betreuungsformen, da ist vor allem der für die Behindertenpolitik zuständige Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser gefordert", so die grüne Klubchefin Ingrid Lechner-Sonnek.
Hintergrund ist der Umstand, dass Österreich die UN-Behindertenkonvention unterzeichnet hat. Diese Konvention verpflichtet auch die Steiermark zur Auflösung großer, stationärer Einrichtungen und zur Schaffung kleinerer, gemeindenaher Wohnformen.
Das Konzept der Kages für "Schwanberg Neu" geht vom Weiterbestand des Heimes aus, wenn auch in kleineren Einheiten. Das ist für die Grünen keine Lösung. "Das würde ja bedeuten, dass Plätze im Großheim auf Dauer einzementiert werden."
Spitalslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder konnte den Überlegungen der Grünen einiges abgewinnen. Der Antrag, umgehend ein Konzept zur Betreuung der Menschen mit Behinderung, die bisher in Schwanberg lebten, zu erarbeiten, wurde nun zwecks Stellungnahme an Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser weitergeleitet. Den Kages-Beschäftigten in Schwanberg könnte ein Umstieg angeboten werden.








