Lukas schnupperte am Bauernhof
Die Kleine Zeitung erfüllte Lukas Perlak (11) aus Frauental einen Herzenswunsch: Landwirt Karl-Heinz Knaß lud den Burschen zum Mitarbeiten auf seinen Bauernhof ein.

Foto © AstLukas mit Bauer Karl-Heinz Knaß und Hund "Bello" am Traktor (links) sowie beim Auswickeln eines Silo- ballens (rechts)
Es ist ungewöhnlich, dass sich nicht ein Stadt-, sondern ein Landkind nichts sehnlicher wünscht, als einen Tag auf einem Bauernhof zu verbringen. Dem Christkind war's freilich egal - gemeinsam mit der Kleinen Zeitung und dem Deutschlandsberger Landwirtschaftskammerobmann Karl-Heinz Knaß erfüllte es dem elfjährigen Lukas Perlak aus Frauental gerne diesen Wunsch.
"Für mich ist es ein Vorweihnachtsgeschenk, über das ich mich wirklich freue. Denn ich möchte unbedingt Bauer werden", strahlt Lukas. Dabei betreiben die Eltern ein gut gehendes Trachtengeschäft. Als Knaß vom Wunsch des wissbegierigen Hauptschülers erfuhr, zögerte er nicht lange und lud ihn auf seinen entlegenen Bauernhof am Hadernigg in der Gemeinde Aibl ein. Standesgemäß wurde Lukas vom Treffpunkt in St. Oswald mit dem Traktor abgeholt. Denn der Schüler ist ein fanatischer Traktorfan und hat etliche ferngesteuerte Traktormodelle daheim. "Traktore und technische Landwirtschaftsgeräte taugen mir einfach. Aber ich möchte auch deshalb Bauer werden, weil ich selber bestimmen kann, was ich machen will", lautet seine reife Aussage. Geschäftssinn hat Lukas jedenfalls: "Bei meiner Oma halte ich Hühner, die ich selbst betreue. Und die Eier verkaufe ich sogar an meine Lehrerin."
Ein Job mit Abwechslung
Endlich ist es soweit - Lukas kann selbst am Bauernhof Hand anlegen. Zuerst wird vom Feld ein Siloballen geholt und vor der Tenne die Kunststoffhülle entfernt. Danach geht es ab in den Wald, aus dem einige Baumstämme mit dem Traktor mittels Seilwinde zum Bauernhof geschleppt werden. Lukas darf dabei unter Aufsicht von Knaß das Seil an den Stämmen befestigen.
Mittlerweile hat er mit Haushund Bello auch schon Freundschaft geschlossen. Das Verladen von Lärchenbauholz auf einen Lkw ist ebenfalls aufregend. Und schon wartet die nächste Arbeit. Die Kühe sind zu melken und zu füttern. Denn Knaß hat seinen Bauernhof auf zwei Standbeine gestellt, nämlich auf Milch- und Waldwirtschaft.
Ein zwei Wochen altes Kalb hat es Lukas besonders angetan, nachdem es sich an ihn gewöhnt hat. "Ich könnte den ganzen Tag damit spielen. Schade, dass die Zeit so schnell vergangen ist", bedauert der "angehende Landwirt" am Abend. Zum Abschied hat Knaß noch eine freudige Überraschung parat: Lukas darf in den Sommerferien nochmals einen ganzen Tag auf dem Bauernhof verbringen. Die Freude war ihm ins Gesicht geschrieben.








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