St. Josef: Diskussion um neues Heizwerk
Im Industriegelände soll Nahwärmeheizwerk errichtet werden. Dies passt aber nicht allen.

Foto © Wieser
ST. JOSEF/WESTSTEIERMARK. Freitag kommender Woche findet die Bauverhandlung für ein neues Nahwärmeheizwerk im weststeirischen St. Josef statt. Dieses soll mit einer Heizleistung von rund 900 Kilowatt um die 60 Haushalte bzw. öffentliche Gebäude mit Wärme versorgen. Errichtet wird es von einer bäuerlichen Genossenschaft um Obmann Leonhard Maierhofer beim Industriegelände unterhalb des Ortskerns.
Im Vorfeld sorgt sich nun allerdings ein Anrainer um die Luftgüte in der Umgebung. "Der Standort passt auf keinen Fall", erklärt Johann Kainz. "Es soll nicht in einem Talkessel gebaut werden, die Luft zieht dort nicht ab." Mit der Luftgüteüberwachung und der Umweltanwaltschaft hätte er bereits Kontakt aufgenommen. Er hofft auf einen anderen Standort.
Dies sei laut Bürgermeister Franz Lindschinger kein Thema. "Es gab viele Vorgespräche." Der Bauplatz beim Industriegelände außerhalb des Ortes sei optimal. "Die Abgaswerte entsprechen der Norm. Außerdem ist es für die Region eine gute Sache, wenn fossile Brennstoffe eingeschränkt werden." So würden zahlreiche alte Ölheizungen künftig nicht mehr gebraucht. "Man wird nicht etwas genehmigen, was nicht Stand der Technik ist", erklärt auch Maierhofer. Das über zwei Millionen Euro teure Werk soll noch heuer in Betrieb gehen. THOMAS WIESER









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