Tierpark Preding: "Installieren jetzt Kameras beim Gehege"
Wieder wurde im Tierpark Preding ein Kind von einem Affen gebissen. Laut Betreiberin halten sich die Gäste nicht an die Vorschriften.

Foto © APA | TIERPARK PREDING
Dass Affen keine Schmusetiere sind, musste Felix schmerzlich im Tierpark Preding erfahren. Der Achtjährige erlitt am Montag schwere Verletzungen an der Hand, als ihn eines der Tiere biss. Wie berichtet, war der Bub auf ein Absperrgeländer geklettert, um die Berberaffen zu füttern. Felix war in Begleitung seiner Mutter, seiner Tante und sieben Kinder.
Konsequenzen
Da dies schon der vierte Affenbiss an einem Kind seit November 2010 war, kündigt die Betreiberin des Tierparks Konsequenzen an: "Wir installieren Kameras", sagt Magrit Brauchart. Außerdem seien die Affen bereits in ein anderes Gehege umgesiedelt worden, das aber nicht so komfortabel für die Tiere ist.
Sie betont, dass alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen vorhanden seien. "Wir haben eine mehr als eine Meter hohe Absperrung mit ausreichend Distanz zum Gehege sowie Warnschilder", sagt Brauchart. "Aber die Leute halten sich nicht an die Vorschriften." Einige Eltern heben ihre Kinder demnach sogar über die Absperrung, damit sie die Affen füttern können. Zugebissen hat wie auch bei den früheren Fällen wieder Berberaffe "Juppi". "Ein sehr intelligentes Tier", sagt Brauchart. "Er mag es aber nicht, wenn jemand in den Käfig greift."
Deutschlandsbergs Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller sagt ebenfalls: "Es ist noch nie zu einem Unfall gekommen, wenn sich Besucher an die Anweisungen gehalten haben." Die Sicherheitsvorkehrungen seien in Ordnung. "Wir nehmen den Vorfall aber zum Anlass, den Betrieb noch einmal zu überprüfen", erklärt Müller. Möglich wären engmaschigere Zäune oder Plexiglasscheiben.
Eine Leserin beschreibt der Kleinen Zeitung: "Als ich vor einiger Zeit mit meinem Kind im Tierpark war, sind Affen auf dem Spielplatz herumgeturnt." Dazu sagt Betreiberin Brauchart: "Herumlaufen dürfen, wenn überhaupt, nur die jungen Affen. Die sind nicht gefährlich."








