Stefaniritt bei Prachtwetter
Gottessegen für Pferd und Reiter in Pölfing Brunn.

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Immer größerer Beliebtheit erfreut sich der Brauch, am Tage des heiligen Stephanus an einer Pferdeweihe teilzunehmen. Von je her wurde St. Stephan als Pferdepatron verehrt. "Doch Leben und Legende des Heiligen bieten keine Erklärung für dieses Patronat", meinte schon der große steirische Volkskundler Hanns Koren.
Hinter der Deutung, dass St. Stephan an die Stelle Wodans, des mächtigen Reiters und Herrn der zwölf Nächte, getreten sei und von ihm die Schutzherrschaft über die Rosse geerbt habe, stehe ein kräftiges Fragezeichen. Eher zutreffend dürfte sein, dass früher die Arbeitspferde nach den Feiertagen bewegt werden mussten, um keine Koliken zu bekommen. Wie dem auch sei, Stephanus zu Ehren werden und wurden jedenfalls die geschmückten Pferde zum Umritt aufgetrieben, wobei sich der Zug um die Kirche bewegte und jedes Pferd Brot und Salz sowie den priesterlichen Segen bekam.
Heutzutage halten vorrangig Reitclubs diesen Brauch aufrecht. So etwa der Reitclub RSV Jagamühle in Pölfing Brunn. Bei herrlichem Winterwetter waren auch heuer rund 40 Reiter mit ihren Pferden zur Pferdeweihe angeritten gekommen, um den Segen durch Pfarrer Anton Neger zu empfangen.









