"Haider war unser Gütesiegel": Grosz als BZÖ-Landeschef bestätigt
99,3 Prozent der Delegierten bestätigten Gerald Grosz an der Spitze des steirischen BZÖ - der Parteikonvent als "Familientreffen".

Foto © APAGerald Grosz
Gezählte 66 Gründungsmitglieder waren es, die das steirische BZÖ vor vier Jahren in Hartberg aus der Taufe hoben. Immerhin 146 Delegierte als Vertreter der inzwischen wieder mehr als 1000 Kampfgefährten schritten gestern zur Wiederwahl von Bündnissprecher Gerald Grosz - und bestätigten ihn mit 99,3 Prozent. Der neue Vize Harald Fischl wird per Handaufheben inthronisiert.
Neue BZÖ-Tracht. Der Gründervater ist schon beim Eingang zur Steinhalle in Lannach omnipräsent - Jörg-Haider-Gedächtniskalender, Jörg-Haider-Bücher, das Video von der Beisetzung. Aber der Abstand zur nächsten Landtagswahl ermöglicht den Steirern eine Spur von Distanz - mehr als derzeit in Kärnten oder Salzburg möglich ist. Es gibt eine neue BZÖ-Tracht - oranger Panther auf weißem Schal. Das Bühnenbild kommt ohne Jörg Haider aus und lenkt den Blick nach vorn: "Der neue Weg. Unsere Heimat. Eure Zukunft." Einzig das Totengedenken wirft ihn überlebensgroß an die Wand.
Haider Gütesiegel. Haider-Schwester Uschi Haubner begrüßt, man bestätigt sich: Hier ist Familie, hier fühlt man sich zu Haus'. Mehr ist nicht zu sagen. Erst später wird Grosz noch einmal erinnern: "Jörg Haider war das Gütesiegel, das Reinheitsgebot unserer Politik. Diese Aufgabe müssen nun wir übernehmen." Haubner, Herbert Scheibner, Michael Schmied - der Anblick der Ex-Minister erinnert an die guten Tage, damals noch als FPÖ. Klubobmann "Seppi" Bucher ist ein Neuer - gemeinsam mit Scheibner, dem geschäftsführenden Obmann, redet er den Parteitag warm.
Angriffslustiger Jungspund. Grosz weiß, was die Seinen wollen: Der rot-schwarze Filz wird gegeißelt, der schon wieder "wie ein Fettauge auf einer Rindsuppe über allen Institutionen" schwimmt, die "Käseglocke", unter der das "Klima der Unfreiheit" wächst. Mehr als 15 Jahre als Knappe Haiders prägten. Mit 32 Jahren ist der Nationalratsabgeordnete und Gemeinderat noch glaubwürdig als angriffslustiger Jungspund in der Politik.








