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Zuletzt aktualisiert: 10.10.2007 um 06:10 Uhr

Gregor Traversa: "Im Geist ist Gregor hier"

Noch bis 31. Oktober zeigt das Steirische Feuerwehrmuseum Groß St. Florian eine gelungene Retrospektive in memoriam Gregor Traversa.

Foto © feuerwehrmuseum.at

Diese Ausstellung ist für mich Beglückung pur und in der letzten Zeit mein eigentlicher Motivationsfaktor", spricht Ingrid Traversa offen aus, was sie fühlt. Die Witwe des im Februar verstorbenen großen steirischen Künstlers Gregor Traversa fühlt sich im Steirischen Feuerwehrmuseum Groß St. Florian wohl - das merkt man ihr an. Denn, wie sie so schön sagt: "Hier ist der Geist vom Gregor ganz stark anwesend."

Viele Besucher. Anfang September hat die "Retrospektive in memoriam Gregor Traversa" in der Weststeiermark ihre Pforten geöffnet - und ist ein wahrer Publikumsmagnet. "2500 Besucher haben wir bis jetzt sicher schon gezählt", weiß Museumsleiter Hannes Weinelt. Und bis zum Ende der Ausstellung - geöffnet ist bis 31. Oktober - werden sicher noch viele Kunstinteressierte dazu kommen.

Ein großartiger Überblick. Diese Retrospektive war dem Museumsteam ein Herzensanliegen. Und das spüren nicht nur die Museumsbesucher, sondern vor allem Ingrid Traversa. Und sie spart auch nicht mit Begeisterungsausbrüchen für die Ausstellungsgestalterin Anja Weisi-Michelitsch: "Als ich die Ausstellung gesehen habe, hatte ich das Gefühl, wie wenn sich da jemand jahrelang mit dem Werk von Gregor auseinander gesetzt hätte. Hier wurde ein Höchstmaß an Intuition bewiesen. Man spürt die Perfektion und die Liebe zum Detail. So war der Gregor ja auch. Und trotzdem ist ein großartiger Überblick gegeben, sind die Entwicklungslinien seiner künstlerischen Arbeit sichtbar. Es ist einfach wunderschön. Und das sagen mir auch viele Menschen, die hier waren."

Kennen und verstehen lernen. Das kann der Museumsleiter nur bestätigen: "Es gibt sehr viele Traversa-Fans, die von der Ausstellung begeistert sind." Aber auch die Tatsache, dass der Künstler als Mensch in dem kleinen Museum derart präsent und spürbar ist, macht Weinelt froh: "Unser Anliegen war es ja schließlich, dass die Besucherinnen und Besucher den Künstler Traversa über den Menschen Traversa kennen und verstehen lernen."

Geschenk an das Museum. Wertschätzung und Dankbarkeit empfindet die Künstler-Witwe für das Museumsteam. Und daher hat sie sich jetzt mit einem ganz besonderen Geschenk eingestellt: "Ich möchte, dass das Museum Groß St. Florian das gesamte Radierungs-Repertoire von Gregor bekommt." Für Weinelt eine ganz besondere Sache: "Für unsere Sammlung ist das eine ganz große Auszeichnung." Rund 70 Radierungen gehören ab sofort dem Museum. Und Weinelt hegt auch bereits Zukunftspläne. "Mit diesen Werken könnten wir sogar eine Ausstellung aus eigenen Beständen machen", gerät er ins Schwärmen. Während dessen steht Ingrid Traversa auf der Galerie und lässt das Werk ihres Mannes noch einmal auf sich wirken.

BETTINA KUZMICKI

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