Ein Lehrer mit Taktgefühl
Gerald Oswald dirigiert Österreichs bestes Jugendblasorchester.

Foto © PrivatMit dem Jugendblasorchester Groß St. Florian holte Gerald Oswald in Linz den Bundessieg
Wenn Gerald Oswald zum Taktstock greift, ist der Erfolg vorprogrammiert. Mit der Musikkapelle Groß St. Florian (Deutschlandsberg) spielt er seit 1997 als Kapellmeister in der Oberliga der heimischen Blasmusik mit. Die Chancen stehen gut, dass das noch länger so bleibt. Schließlich kann er auf den besten Musikernachwuchs Österreichs zurückgreifen.
Das behauptet nicht etwa er selbst, sondern eine internationale Jury, die das Jugendblasorchester Groß St. Florian zum Besten der Alpenrepublik kürte. Beim fünften Österreichischen Jugend-Blasorchester-Wettbewerb in Linz erzielten die jungen Weststeirer vor kurzem die höchste Punkteanzahl aller 20 Teilnehmer. Dirigiert wurden die 51 Jungmusiker zwischen neun und 22 Jahren von Oswald selbst, der das Jugendorchester vor vier Jahren zur Chefsache erklärt hatte.
Kein Zwang
Der Erfolg gibt dem ausgebildeten Trompeter recht. "Die Jugend und ich sind ein gutes Team. Ich verlange natürlich viel, aber es gibt keinen Zwang. Die Musik soll ein Hobby bleiben, das Spaß macht", hat Oswald ein simples, aber effektives Erfolgsrezept.
Auf seinen Lorbeeren ausruhen will sich der 43-jährige Vollblutmusiker nicht. Die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb ist bereits in Vorbereitung. Wahrscheinlich geht es 2012 nach Zürich oder an den Gardasee.
Nebenbei geht Oswald auch seinem Brotberuf als Musiklehrer für Blechblasinstrumente in Groß St. Florian nach, lehrt den steirischen Kapellmeisternachwuchs das Dirigieren und versucht sich auch als Komponist. "Ich bin mit der Blasmusik aufgewachsen. Für mich gibt es nichts Schöneres", schwärmt Oswald.








