1,8 Tonnen Fleisch als Beute
Vier Ungarn stahlen vorerst unbemerkt aus weststeirischem Betrieb große Mengen an Schweinefleisch und verkauften sie in der Heimat weiter.

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Es war ein Hinweis aus Ungarn, der die Ermittlungen ins Rollen gebracht hatte. Doch diesmal ging der "Zund" nicht an die Polizei - es war die Firmenchefin selbst, die von einem ungarischen Informanten kontaktiert wurde. "Die Firmenchefin hat gute Kontakte nach Ungarn", berichtet ein Beamter der Polizeiinspektion Groß St. Florian. "Sie hat sich mit dem Informanten getroffen." Und dieser hatte genaue Aufzeichnungen, die die Chefin zweier großer Fleischbetriebe in der Süd- und der Weststeiermark sofort mit den eigenen Firmenaufzeichnungen verglich. Dabei stellte es sich rasch heraus, dass über Wochen hinweg immer wieder größere Fleischmengen aus der Firma verschwunden waren. "Insgesamt rund 1,8 Tonnen Schweinefleisch, großteils das magere Wangenfleisch", so der Polizeibeamte.
Untersuchungshaft
Die Tatverdächtigen waren rasch ausgeforscht: Vier Ungarn im Alter zwischen 28 und 42 Jahren, die teilweise schon seit zwei Jahren bei der Firma beschäftigt waren, sollen zwischen August und Oktober immer wieder Fleisch abgezweigt haben. Die Männer arbeiteten als Fleischer zum Fleischauslösen am Förderband und saßen damit an der Quelle. 200 bis 300 Kilo Fleisch sollen sie an manchen Tagen vorerst unbemerkt gestohlen haben - in dem Betrieb werden tagtäglich rund 28 Tonnen verarbeitet.
In ihren Privat-Pkw brachten die Männer die Beute dann in ihre Heimat, wo sie im Verwandten- und Bekanntenkreis weiterverkauft wurde. Zu den Fleischdiebstählen sollen die Männer teilweise geständig sein. Sie stehen jedoch auch unter Verdacht, aus der Firma Arbeitsgeräte wie Stechschürzen, Messer und Stiefel gestohlen zu haben. Ob auch schon vor August Schweinefleisch gestohlen wurde, wird derzeit noch erhoben. Zwei der Männer sitzen mittlerweile in der Justizanstalt Graz in Untersuchungshaft, die beiden anderen wurden angezeigt. Ihre Arbeit sind die Ungarn bereits los - die Stellen als Fleischer in dem Großbetrieb wurden bereits neu ausgeschrieben.







