Die Stube wird von Puppen bewohnt
Zum Sammeln für Erwachsene geeignet, zum Spielen für Kinder zu schade: Puppen in Hülle und Fülle stehen, liegen oder sitzen in einem Haus in Hochgrail. Weiterer "Nachwuchs" ist in Planung.

Foto © LasutschenkoDie Puppen sind zwischen 7,5 und 70 Zentimeter groß
Enkeltochter Lea kann sich wie im Spielzeug-Schlaraffenland fühlen: Denn ihre Großmutter Eva Kohlbacher, Diplomkrankenschwester aus Hochgrail, besitzt so viele Puppen, dass sie einen ganzen Raum damit füllen kann. Allerdings ist die Kollektion eingeschränkt: Der Sammlerin kommen nur Schildkröt-Puppen ins Haus.
"Bei einem Flohmarkt habe ich vor 18 Jahren zufällig eine Schildkröt-Puppe entdeckt. Es war Liebe auf den ersten Blick", so Kohlbacher, die mittlerweile ihre Fühler auch im Internet ausstreckt und dort nach Angeboten sucht. Hat sie Glück, kann sie zu Erika, Inge oder Ursel, wie die Schildkröt-Damen heißen, ein weiteres Objekt der Begierde hinzufügen.
Außerdem braucht Kohlbacher mitunter alte Stoffe, falls eine Puppe eine neue Garderobe benötigt: "Es muss alles passen, vom Kragenknopf bis hin zu den Schuhen. Denn ein Kleidungsstück, das zum Beispiel einen Klettverschluss hat, gehört nicht in die Sammlung."
Zwischen 7,5 und 70 Zentimeter groß sind die Puppen, die den Raum bevölkern. Vor Sonnenstrahlen werden sie durch Vorhänge geschützt. "Zwar hat man immer gesagt, dass Celluloid oder Tortulon, das Material, aus dem die Puppen sind, unzerbrechlich ist. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es spröde werden kann", so Kohlbacher. Deshalb werden die Sammlerstücke mit Schmierseife gereinigt und mit Öltüchern gepflegt, damit sie nicht zu Pflegefällen werden.
Die Hochgrailerin hat aber nicht nur ein Faible für Puppen, sondern auch für Schulsachen: "Ich könnte damit ein ganzes Klassenzimmer einrichten."









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