Im Koralmtunnel erfolgte erster Teildurchschlag
Bei Deutschlandsberg wurden am Mittwoch erstmals zwei Baulose des Koralmtunnels zusammengeschlossen. Patin war Margit Fischer.

Foto © ÖBB Margit Fischer (6.v.l.) nahm gestern im Koralmtunnel bei Deutschlandsberg den so genannten Durchschlag vor
Bei den ÖBB spricht man von einem "epochalen Ereignis" und einem "Meilenstein": Nein, nein, fertig ist der 32 Kilometer lange Koralmtunnel zwischen der Weststeiermark und dem Lavanttal zwar noch lange nicht. Am Mittwoch wurde aber der erste von vier Durchschlägen gefeiert. Im Bereich Deutschlandsberg wurden nämlich die beiden Bauabschnitte KAT1 und KAT2 in der südlichen der beiden Röhren verbunden.
Bisher konnte der zweite Bauabschnitt nämlich nur durch einen 60 Meter tiefen, vertikalen Schacht aus dem Leibenfeld erreicht werden. Künftig ist der Abschnitt allerdings waagrecht zugänglich - durch das Tunnelportal bei Frauental. "Damit kann der Aushub durch den Tunnel in das Freie gebracht werden. Auch das Wasser rinnt in freiem Gefälle ab", so ein ÖBB-Sprecher. Die Südröhre ist damit insgesamt bereits 4,8 Kilometer lang.
Symbolisch durfte am Mittwoch Margit Fischer, Gattin des Bundespräsidenten, die letzte Sprengung vornehmen. Sie fungiert somit als Tunnelpatin. Wenig später standen sich dann die Mineure aus den beiden Bauabschnitten gegenüber. Mit dabei waren auch zahlreiche weitere Leute, die beim Bau der Koralmbahn beschäftigt sind.
Zug um Zug geht es also vorwärts. Und nun? Mit dem Gesteinsmaterial aus der Südröhre wird künftig der Bahndamm bis Wettmannstätten angeschüttet. In der Nordröhre erfolgt in den kommenden Monaten der Durchschlag. Anfang 2013 sollen dann zwei Tunnelbaumaschinen ihre Arbeit in den Röhren aufnehmen. Die beiden Maschinen - jeweils mehrere hundert Meter lang und um die 2000 Tonnen schwer - werden Mitte des Jahres angeliefert. Eine weitere kommt in Kärnten zum Einsatz.









