Familienvater bei Unfall von seinem Auto erdrückt
Feuerwehrmänner mussten verunglückten Kameraden (32), der erst kürzlich Vater geworden war, bergen.

Foto © Weichselbraun/Sujet
FRAUENTAL. Ein schreckliches Bild bot sich den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Schamberg im Bezirk Deutschlandsberg Montagabend, als sie kurz vor 22 Uhr zu einem Unfall gerufen wurden. Ein Kastenwagen hatte sich auf der Gemeindestraße zwischen Frauental und Bad Gams überschlagen. Der Lenker, Andreas P. (32) aus Schamberg, der aus dem Fahrzeug geschleudert worden war, dürfte laut Einsatzkräften auf der Stelle tot gewesen sein.
Nur 200 Meter von seinem Anwesen entfernt, war der Südsteirer auf dem Nachhauseweg in einer leichten Rechtskurve links von der Straße abgekommen. Zwar versuchte der Familienvater noch gegenzulenken, trotzdem stürzte das Auto über eine steile Böschung, wo es nach 15 Metern zum Stillstand kam. P. dürfte nicht angegurtet gewesen und deshalb aus dem Kastenwagen geschleudert worden sein, so die Polizei.
Für die Feuerwehrmänner war der Einsatz eine besondere Herausforderung, denn der tödlich Verunglückte war einer ihrer Kameraden. "Schon bei der Alarmierung habe ich befürchtet, dass es sich um einen Kollegen handeln könnte", sagt Wolfgang Fellner, Kommandant der FF Schamberg. "Nur wenige Minuten vor dem Unfall habe ich mich mit Andreas noch getroffen und mit ihm gesprochen", zeigt er sich tief betroffen.
Der Tod des Feuerwehrmannes ist für seine Familie ein tragischer Schicksalsschlag. Gattin Cornelia und Sohn Sebastian (6) trauern um ihren Ehemann und Vater. Tochter Carla, die erst vor drei Monaten auf die Welt gekommen ist, verlor ihren Vater, noch bevor sie ihn kennenlernen konnte. Die Familie und auch die Feuerwehrkameraden, die der Tod von Andreas P. emotional stark mitgenommen hat, wurden nach dem Unfall vom Kriseninterventionsteam betreut.
Für die Familie spenden
Gemeinsam mit seinen Angehörigen hatte Andreas P. ein Wirtschaftsgebäude renoviert, das er geerbt hatte. Das Gebäude wollte der 32-Jährige zu einem Wohnhaus für sich und seine junge Familie umbauen, ehe er auf so tragische Weise aus dem Leben gerissen wurde. Umgehend sagten die Feuerwehrkameraden der FF Schamberg den Hinterbliebenen ihre volle Unterstützung zu. "Wir werden helfen, wo wir können. Jetzt sind wir gerade dabei, ein Spendenkonto für die Familie einzurichten", sagt Kommandant Fellner.








