Protest gegen Sperre der Sauna
Wöchentliche Sauna-Besuche in der Koralmhalle Deutschlandsberg sind für Franz Sakl ein liebgewonnenes Ritual. Nun droht die Schließung. Für die Saunabesucher unverständlich.
Franz Sakl ist begeisterter Saunageher und derzeit höchst verärgert. Der Grund: die öffentliche Sauna in der Koralmhalle Deutschlandsberg soll demnächst zugesperrt werden. Was er in diesem Zusammenhang besonders kritisiert, ist die schlechte Kommunikation der Stadtgemeinde. "Mit den Saunabesuchern wurde nie geredet. Irgendwann haben wir gehört, dass es angeblich Bestrebungen gibt, die Sauna zu schließen", so Sakl.
Das nächste sei dann eine Preiserhöhung von 75 auf 91 Euro für den Zehner-Block gewesen. Sakl: "Mir scheint, da will man die Saunageher so verärgern, dass es uns wurscht ist, wenn dann tatsächlich zugesperrt wird." Sakl kritisiert, dass es im Bezirk kein vergleichbares Angebot gäbe: "Die Sauna im Jugendgästehaus, wo man uns hinbringen will, ist viel kleiner. Dann sind dort auch noch die Hotelgäste, da haben wir sicher keinen Platz. Wir wissen nicht wohin."
Sakl und andere Koralmhallen-Saunabesucher - es gibt sogar eine lange Unterschriftenliste gegen die Schließung - wollen die Schließung nicht unreflektiert zur Kenntnis nehmen: "Die Gemeinde könnte uns ja entgegenkommen. Etwa könnte ein Tag unter der Woche wegfallen, auch moderate Preiserhöhungen wären kein Problem. Aber davon will man nichts hören."
Bürgermeister Josef Wallner kann die Kritik nicht nachvollziehen: "Früher gab es in Deutschlandsberg keine öffentliche Sauna, da war es sinnvoll, dass die Stadt eine solche betrieben hat. Jetzt aber gibt es im Jugendgästehaus eine hochmoderne Sauna, die den neuesten Hygienestandards entspricht, da macht es Sinn, Synergien zu nutzen. Zwei öffentliche Saunen sind nicht sinnvoll." Für Wallner steht auch fest, dass es nicht Kernaufgabe der Stadt sei, eine Sauna zu betrieben. In der kommenden Gemeinderatssitzung soll eine Beschlussfassung bezüglich der Schließung erfolgen. Und da sind dem Vernehmen nach auch Bürgerproteste geplant.








