Langes Warten auf den neuen Kindergarten
Deutschlandsberg: Nach wie vor gibt es noch keinen Baubeginn für den neuen heilpädagogischen Kindergarten. Nun wird die Zeit knapp, da die Genehmigung für den alten im Herbst ausläuft.

Foto © AstVor fünf Jahren wurde im heilpädagogischen das 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Derzeit gibt es keine Feierlaune
Mitte Februar hätte in Deutschlandsberg der Spatenstich für den neuen heilpädagogischen Kindergarten erfolgen sollen. Jetzt ist es bereits Mitte März - und langsam wird die Zeit knapp. "In spätestens drei Wochen muss der Baustart erfolgen, sonst geht es sich nicht mehr aus", malt Bürgermeister Josef Wallner (SPÖ) schwarz. Schon bis kommenden Mittwoch müssen die interessierten Baufirmen ihre Angebote für eine mögliche Errichtung abgegeben haben.
Ob und wann der moderne, laut Wallner rund eine Million Euro teure Kindergarten aber tatsächlich gebaut wird, stand bis gestern nicht fest. Es fehlten nämlich noch die Finanzierungszusagen von Bund und Land. "Wir wissen noch immer nichts", so der Orts-Chef. Der Bund hatte nämlich vor einiger Zeit eine vorläufige Förderzusage wieder zurückgezogen. Im Land war man wiederum zuletzt mit dem Schnüren des Sparpaketes beschäftigt, ob und wenn ja wie viel Geld zur Verfügung gestellt wird, wurde laut Wallner noch nicht bekannt geben.
Das Dilemma: Für den bisherigen heilpädagogischen Kindergarten am Dr. Hans-Kloepfer-Weg, der in die Jahre gekommen ist, gibt es keine Genehmigung für das kommende Kindergartenjahr. "Er ist nicht mehr zeitgemäß und behindertengerecht", so Kindergartenpädagoge Kurt Deutschmann. Es fehlt unter anderem an Rampen für Rollstühle oder einem Therapieraum, der Turnsaal liegt im ersten Stock. "Es gibt viele Sachen, die man aufzählen könnte."
Ilse Gerstendörfer, Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens, fordert bis zum 21. März eine definitive Entscheidung vom Land. "Und dann müssen wir Nägel mit Köpfen machen", so Gerstendörfer. Das zusätzliche Problem: "Wir wissen nicht, in welcher Betriebsform wir im Herbst den Kindergarten führen werden. Die Lage ist für Eltern und Kindergartenpersonal schwierig."
Jörg Schwaiger, Sprecher der zuständigen Landesrätin Elisabeth Grossmann, gab gestern aber Entwarnung: "Es wurden Förderungen in der Höhe von 70 Prozent in Aussicht gestellt. Das Land hält alle Vereinbarungen ein." Eine schriftliche Zusage gebe es aber noch nicht, da noch ein Regierungssitzungsbeschluss erfolgen muss.
Derzeit werden zwei Gruppen mit 20 Kindern geführt. Im neuen Haus könnte es drei Gruppen (eine davon als Ganztages- oder Nachmittagsgruppe) geben.








