Der Berg ruft, diesmal von ganz oben
Bergankunft Glockner. Eine Etappe der Österreich-Rundfahrt mit Seltenheitswert. Heuer aber Kernstück der Tour.

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Ziel auf dem Dach von Österreich. Das gab es ganz, ganz selten in der Geschichte der großen Radrundfahrt. Erst vier Mal war der Großglockner auch Etappenziel bei der Tour. 1963 führte ein Teilstück von Spittal hinauf zum Hochtor, 1977 von Mittersil auf die Franz-Josefs-Höhe, 1990 folgte ein Einzelzeitfahren von Großkirchheim auf die Franz-Josefs-Höhe (mit dem legendären Sieg von Didi Hauer über Roman Kreuziger) und 2005 musste man auf dem Fuscher-thörl abbrechen.
Heuer hing die Rundfahrt schon an einem seidenen Faden, nicht und nicht konnte ein Etappenort in Kärnten gefunden werden. "Viele Gemeinden versuchen, über andere Wege - Land, Tourismus - die Kosten zu refundieren. Das dürfte in Kärnten nicht so ganz funktionieren", meinte Tour-Direktorin Ursula Riha. Und dann, vor wenigen Tagen, Aufatmen. Die Streckenführung ist komplett. Unter Mithilfe von Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol und großer Radsport-Fan, der schon wieder an einer Rückkehr des Giro d'Italia nach Lienz arbeitet, und Christian Heu, Chef der Großglockner Hochalpenstraße, konnte der Coup gelandet werden. Die vierte Etappe am 7. Juli wird in Lienz gestartet und endet - gerade recht zum 75-Jahr-Jubiläum der Glockner Straße - auf der Franz-Josefs-Höhe, auf 2369 Meter Seehöhe. "Wir sind schon lange nicht mehr über die Heiligenblut-Seite auf das Dach der Tour gefahren. Es wird eine der spektakulärsten Etappen der letzten Jahre", freut sich Riha.
Am nächsten Tag gibt es dann noch einen Startort in Kärnten. Von Bleiburg nach Deutschlandsberg, unter Mithilfe der Jufa-Häuser.









