"Alte Küche - Kochen wie zu Erzherzog Johanns Zeiten"
Im Holzmuseum in Glashütten ist zur Zeit eine Sonderausstellung zum Erzherzog-Johann-Gedenkjahr zu sehen. Diese befasst sich mit dem Thema Kochen zu dieser Zeit.

Foto © Hans Ast
Seit Jahrzehnten sammelt Hans Schweyer altes Werkzeug und Geräte für Holzarbeit, vor etlichen Jahren richtete er in Glashütten ein Holzmuseum ein. "Für viele Menschen unserer Generation, aber vor allem für die Nachkommen habe ich die Gerätschaften zusammengetragen,", betont Schweyer.
Nun hat der Idealist passend zum heurigen Erzherzog-Johann-Gedenkjahr eine Sonderausstellung mit dem Titel "Alte Küche - Kochen wie zu Erzherzog Johanns Zeiten" gestaltet. Zahlreiche interessante Kochutensilien, die bei Entrümpelungen meist im Müll landen und damit für die Nachwelt verloren gehen, hat er aufgetrieben. Zu bestaunen gibt es nicht nur in Vergessenheit geratene Küchengeräte, sondern auch handgeschriebene Kochbücher von anno dazumal. "Rezepte waren früher ein Heiligtum jeder Köchin. Sie hat sie wie ihren Augapfel gehütet. Denn je besser die Rezepte, desto angesehener war die Köchin", erzählt der Kustos.
Zahlreiche Raritäten
In seinem Fundus findet sich sogar ein Kochbuch von Zäzilia Fischerauer. "Die Frau war Köchin beim Erzherzog Johann am Brandhof und später beim Bodenbauer in St. Ilgen", weiß Schweyer. Der Bodenbauer war damals ein sehr beliebtes Gasthaus. Blickfänge sind auch eine über 200 Jahre alte Apothekerwaage, eine alte Bröselmaschine, eine Buttermodel oder Zinnkrüge von 1733. Auf auf das "Altwiener Kochbuch" aus dem Jahr 1797, das sich einst im Besitz der Familie Kloepfer befunden haben soll, verweist der Museumsleiter besonders. Die Sonderausstellung ist noch einige Wochen zu betrachten.
Features
Fakten
Die Sonderausstellung "Alte Küche - Kochen wie zu Erzherzog Johanns Zeiten" ist in den kommenden Wochen täglich von 10 bis 16 Uhr im Holzmuseum in Glashütten zu sehen.
Informationen und Vereinbarungen von persönlichen Führungen unter der Telefonnummer (03461) 358.









