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Zuletzt aktualisiert: 13.12.2008 um 09:00 UhrKommentare

Musikalischer Pionier

Mit 13 Jahren begann die Liebe zur Volksmusik. Nun ist Josef Strunz der Vorstand der Fachgruppe am Konservatorium des Landes Steiermark.

Strunz lernte das Hackbrettspielen durch Zuhören von einem alten Volksmusikanten

Foto © LeodolterStrunz lernte das Hackbrettspielen durch Zuhören von einem alten Volksmusikanten

Pionierarbeit, das ist es, was Josef Strunz, der eigentlich Sepp genannt werden möchte, für die steirische Volksmusik geleistet hat. Mit 13 Jahren hörte er zum ersten Mal die Klänge eines Hackbretts und war davon so fasziniert, dass er das Instrument unbedingt selbst spielen wollte. Damals, vor gut 42 Jahren, gab es noch keine Notenblätter oder Musiklehrbücher für die Volksmusik. Strunz lernte das Hackbrettspielen durch Zuhören von einem alten Volksmusikanten. "Eine gute Gehörschule", nennt Strunz diese Erfahrung heute.

Vom Aussterben bedroht Zur Zeit, als er das Hackbrett zu seinem Steckenpferd machte, war es in der Weststeiermark bereits vom Aussterben bedroht. An einer Hand konnte man die Hackbrettspieler abzählen, meint Strunz. Heute gibt es wieder Hunderte. Zu verdanken ist das zu einem guten Teil Strunz, der als Lehrer Pionierarbeit leistete. Zuerst als Lehrer an der Musikschule Deutschlandsberg engagiert, gründete er im Jahr 1985 die erste Musikschule in Dobl, die sich zur größten Volksmusikschule Österreichs entwickelte.

Familienmusiken. Ganze Familien kamen nach Dobl, und daraus entstanden viele Familienmusiken. Auch die eigene Familie konnte er von der Volksmusik begeistern und ist mit seinen drei Kindern, seiner Frau Gabriele und der Familie seines Bruders Helmut als Familienmusik Strunz unterwegs. Dass die Musik für Strunz nicht nur Beruf, sondern Berufung ist, ist damit wohl klar.

Pionierarbeit fortsetzen. Seit 24 Jahren ist Strunz am Konservatorium als Hackbrettlehrer engagiert, in der neuen Position als Vorstand der Fachgruppe ist sein Anliegen, die Volksmusik zu einem natürlichen Bestandteil des modernen Lebens zu machen. Und vor allem jungen Menschen den Zugang zu vermitteln, den er vorlebt: die Ehrlichkeit und Urigkeit der Musik zu schätzen und sich berühren zu lassen. Denn das Schönste ist für ihn, "wenn die Leute nach einem Konzert sagen, sie haben eine Gänsehaut bekommen". Oder wenn sie einfach beginnen zu tanzen.

SONJA SAURUGGER

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