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Zuletzt aktualisiert: 03.04.2008 um 10:48 Uhr

Projekt will Bezirk Deutschlandsberg kindersicherer machen

Auf drei Jahre anberaumtes Projekt will Kinderunfälle im Bezirk um bis zu 40 Prozent senken.

Österreichweit einzigartig geht in der Steiermark ein ganzer Bezirk daran, kindersicherer zu werden. Initiiert wurde das auf drei Jahre anberaumte Projekt - das die Kinderunfälle im Bezirk Deutschlandsberg um bis zu 40 Prozent senken möchte - vom Verein "Große schützen Kleine" im Auftrag des Landes Steiermark. Das Ziel will man sowohl durch Entschärfung von Unfallgefahren als auch durch intensive Bewusstseinsarbeit in der Bevölkerung erreichen.

Kinder. Im weststeirischen Deutschlandsberg leben 9.373 Kinder. Rund 1.750 von ihnen haben sich im Vorjahr so verletzt, dass sie ins Landeskrankenhaus gebracht werden mussten. 20 Prozent der Verletzungen seien als schwer einzustufen. Das liegt im österreichweiten Schnitt, ist aber trotzdem viel zu viel, meinte Axel Haberlik, Vizepräsident des Vereins "Große schützen Kleine": "Aufgrund internationaler Erfahrungen weiß man, dass bei koordinierter Information der Eltern, den entsprechenden Vorgaben und den Angeboten der Wirtschaft, die Anzahl der Kinderunfälle um bis zu 40 Prozent reduziert werden kann", so der Mediziner.

Aufklärung. Das Projekt setzt daher einerseits auf gezielte Aufklärung über mögliche Unfallgefahren für Kinder durch Aus- und Weiterbildungsprogramme sowie Infomaterialien. Sie zielt auf Eltern ebenso ab wie auf Berufsgruppen, die mit Kindern zu tun haben. Davon ausgehend, will man im gesamten Bezirk dafür sorgen, das Umfeld der Kinder - vom Wickeltisch bis zum Kinderspielplatz - sicherer zu machen. "Ich finde es sehr wichtig und notwendig, bewusst zu hinterfragen und zu eruieren, wo Gefahrenpotenziale verborgen sind, wie es zu Unfällen kommt und wie wir sie verhindern können", betonte beispielsweise der Bürgermeister der weststeirischen Gemeinde Stainz, Walter Eichmann, am Donnerstag.


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Auf der Basis des dreijährigen Projektes, das im Anschluss einer Evaluierung unterzogen wird, soll ein Modell für alle steirischen Bezirke ausgearbeitet werden

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