Die Wildschweine sind los
Im Großraum Stainz treiben die Tiere seit einiger Zeit ihr Unwesen. Dabei sollen die an sich scheuen Wildtiere auch mehrmals in die Nähe von bewohntem Gebiet vorgedrungen sein.

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Am Schilcher, für den die Gegend um Stainz bekannt ist, sind sie nicht interessiert. Dafür haben es ihnen die in voller Entwicklung stehenden Maisfelder angetan. Wie Jäger und Landwirte berichten, fressen sich nämlich seit einiger Zeit Wildschweine durch die Region. Dabei sollen die an sich scheuen Wildtiere auch mehrmals in die Nähe von bewohntem Gebiet vorgedrungen sein.
"In Neurath, einem sehr dünn besiedelten Ortsteil, gab es mehrere Sichtungen. Ein Wildschwein wurde hier auch erlegt. Größere Schäden oder Zwischenfälle wurden aber nicht gemeldet. Für die Bewohner sind die Wildschweine keine Gefahr", nimmt Bürgermeister Walter Eichmann wilden Gerüchten den Wind aus den Segeln.
Ins selbe Horn stößt der Deutschlandsberger Bezirksjägermeister Johann Krinner: "Von einer großen Wildschweininvasion kann keine Rede sein. Es stimmt aber, dass die Population in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist." Grund dafür seien in erster Linie die wachsenden Anbauflächen für Mais. "Für Wildschweine sind sie das Paradies. Am Tag spenden die Äcker Schatten und Schutz, in der Nacht Futter. Die Schäden werden leider erst bei der Ernte im Herbst sichtbar", weiß Krinner.
Erschwerend hinzu kommt, dass die Jäger nur bedingt eingreifen können. Wildschweine gelten nämlich als besonders schlaue Tiere. In der Nähe von bewohnten Gebieten sind die Chancen auf einen Abschuss aufgrund der strengen Sicherheitsvorschriften besonders gering.












