Hagel traf Weingärten
Starke Schäden im Großraum Kitzeck, Überflutungen in Deutschlandsberg.

Foto © Freiwillige FeuerwehrKeller wurden ausgepumpt
Wir haben letzte Woche schon starken Hagelschlag gehabt, diesmal hat es uns aber wirklich schlimm erwischt", ist Josef Gutjahr frustriert. Über seinem Weingarten in Neurath (Gemeinde Kitzeck im Sausal) entlud sich Mittwochabend ein Unwetter mit Starkregen und Hagel. "Ich schätze, dass der Schaden bis zu 70 Prozent beträgt. Trauben, Holz und Laub sind schwer angeschlagen", so Gutjahr.
Der Ernteverlust sei zwar durch die Hagelversicherung gedeckt. Das Ausmaß der Folgeschäden - etwa durch das beschädigte Rebholz - sei aber noch nicht absehbar. "Außerdem muss ich mich schon jetzt darum kümmern, dass ich die fehlenden Trauben im Herbst zukaufen kann", weiß Gutjahr.
Eine Sorge, die er mit etlichen Winzern im Großraum Kitzeck und Heimschuh teilt. Ein Streifen mit bis zu vier Zentimeter großen Hagelschloßen ging etwa auch über der Muskateller-Anlage von Rainer Hack in Gauitsch nieder: "Ich gehe momentan von 50 Prozent Ernteverlust aus. Ganz schlimm wäre es, wenn es jetzt auch noch feucht bleibt." Glimpflicher verlief das Hagelgewitter im Raum St. Peter am Ottersbach. "Zum Glück war auch viel Regen dabei, deshalb ist der Schaden noch verkraftbar", rechnet Johannes Rauch vom Weinbauverein mit Ertragseinbußen von zehn bis 15 Prozent.
Zu hundert Prozent gefordert waren neun Freiwillige Feuerwehren in Deutschlandsberg und Umgebung. Über 100 Einsatzkräfte mussten ausrücken, um etliche überflutete Keller und Garagen auszupumpen. Laut Abschnitts-Kommandant Karl Heinz Hörgl gingen Mittwoch in der Warnzentrale Florian in Deutschlandsberg 94 Notrufe ein. Auch gestern wurden noch viele Keller ausgepumpt.











