Schulen bleiben, Gerichte sperren
Volksschule Trahütten bleibt, Sommereben hat Galgenfrist. Gerichte Stainz und Radkersburg schließen.

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Des einen Freud, des andern Leid - nun steht offiziell fest, welche Kleinschulen und welche Bezirksgerichte erhalten bleiben und welche geschlossen werden. Aufatmen darf man in Trahütten: Die Volksschule mit ihren 16 Kindern, die vor zwei Jahren um knapp 500.000 Euro saniert wurde, bleibt nun offen. "Das Dorf lebt und stirbt mit einer Schule. Dass unsere Schule offen bleibt, bedeutet sehr viel", freut sich Bürgermeister Franz Münzer. Auch Direktorin Ilse Lieschnegg ist froh: "Wir haben in Trahütten ein wunderbares Umfeld. In dieser kleinen Schule kann man anders arbeiten als in großen Schulen." Weitere Gründe für den Verbleib: Trahütten wächst als Gemeinde, zudem wäre die Fahrt nach Deutschlandsberg für viele Kinder unzumutbar weit gewesen. "Die weitesten Schulwege wären 27 Kilometer gewesen."
Eine Art "Galgenfrist" erhielt die Volksschule in Sommereben (Gemeinde Greisdorf). Die Schule mit ihren 17 Kindern wird erst im Sommer 2013 - ein Jahr später als ursprünglich geplant - geschlossen. Der Grund: Ein blinder Junge, der derzeit die dritte Klasse besucht, soll die Volksschule noch in seiner vertrauten Umgebung abschließen können. "Es ist auch eine Art Danke des Landes. An unserer Schule wird ja gut gearbeitet", so Bürgermeister Gerhard Eger. Ausschlaggebend für die Schließung sei, dass man in Sommereben keine Nachmittagsbetreuung anbieten könne. Schon jetzt würden Kinder aus dem Sprengel die Schule im benachbarten St. Stefan ob Stainz besuchen. Vier weitere Volksschulen der Region - Gressenberg, St. Jakob im Freiland, Soboth sowie Großwalz - werden mit Schulschluss in zwei Wochen für immer geschlossen.
Keine Zukunft gibt es auch für die Bezirksgerichte in Stainz und Bad Radkersburg. Mit 1. Juli 2014 wird das Gericht in Stainz (1,2 Richterplanposten) jenem in Deutschlandsberg angegliedert, Radkersburg (1,5) kommt zu Feldbach (siehe Seiten 20/21). "Das Gericht ist ein kleiner Frequenzbringer, belebt den Hauptplatz mit", so ein enttäuschter Bürgermeister Walter Eichmann. Er fordert von der Politik, dass das Gerichtsgebäude künftig als Verwaltungsgebäude erhalten bleibt. In Radkersburg, wo jährlich einige tausend Verfahren abgewickelt werden, sind neun Bedienstete betroffen. "Wieder eine Institution, die in Radkersburg fällt. Einige Bedienstete trifft es ganz hart, einige wollen nicht nach Feldbach, sondern nach Leibnitz", so eine Angestellte.











