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Zuletzt aktualisiert: 23.04.2012 um 05:50 UhrKommentare

Kampf mit Roboter und Drohne

700 Feuerwehrleute versammeln sich am Wochenende auf der Soboth für eine länderübergreifende Feuerwehrübung. Erstmals werden auch Roboter und Drohnen im Einsatz getestet.

Aufgrund der immer länger anhaltenden Trockenperioden in den vergangenen Jahren kommt es auch immer häufiger zu Waldbränden

Foto © APAAufgrund der immer länger anhaltenden Trockenperioden in den vergangenen Jahren kommt es auch immer häufiger zu Waldbränden

Höchste Waldbrandgefahr herrschte noch vor wenigen Wochen, ehe zu Ostern endlich Niederschläge über der Steiermark niedergingen. Aufgrund der immer länger anhaltenden Trockenperioden in den vergangenen Jahren kommt es auch immer häufiger zu Waldbränden, allein im vergangenen Jahr wurden österreichweit 190 gezählt.

Am Wochenende versammeln sich deshalb 700 Feuerwehrleute aus der Steiermark, Kärnten und Slowenien, um erstmals länderübergreifend eine Großübung zur Gefahrenlage Waldbrand zu bestreiten. Die Annahme: Nach einem schweren Gewitter breitet sich ein großflächiger Waldbrand auf der Soboth aus.

"Neben der bilateralen Zusammenarbeit geht es vor allem darum, gemeinsame Gefahrenlagen zu analysieren", erklärt Übungskoordinator Heimo Krajnz von der Berufsfeuerwehr Graz die Wichtigkeit der internationalen Übung. In der Folge sollen überregionale Einsatz- und Alarmpläne erfasst werden.

Aus Slowenien werden sowohl Betriebsfeuerwehren als auch Freiwillige Feuerwehren vor allem aus der Region Kranj (Krain) anreisen. Verständigungsprobleme soll es keine geben, auf Kommandoebene wird während der Übung Englisch gesprochen. Bereits am Freitag beginnt der Waldbrandeinsatz, der bis Samstag dauert. Die Nacht verbringen die Helfer in Zelten, verköstigt werden sie mit Feldküchen.

Roboter im Einsatz

Die Übung wird als Anlass genommen, neue Techniken auf dem Sektor der Waldbrandbekämpfung zu testen. Neben Hubschraubern des Bundesheeres mit Löschbehältern und zwei Flächen-Löschflugzeugen kommen deshalb erstmals unbemannte Drohnen eines Kärntner Robotic-Unternehmens und ein Roboter der TU Graz zum Einsatz.

Der Roboter wird als Auskundschafter der Geländebeschaffenheit am Einsatzort getestet. Die mit Kameras ausgestatteten, ferngesteuerten Drohnen wiederum sollen sämtliche Daten aus der Vogelperspektive liefern, unter anderem die Ausbreitung des Brandherdes. Außerdem wird das Aufspüren von Glutnestern aus der Luft erprobt.

Die Übung ist Teil des steirisch-kärntnerisch-slowenischen EU-Projektes "GOAL".

RAINER BRINSKELLE

Programm am Freitag

Den Schwerpunkt am Freitag bildet die Brandbekämpfung aus der Luft im steirisch-kärnterischen Grenzgebiet auf der Soboth. Unterstützt werden die anwesenden Feuerwehr-Einsatzkräfte vom KAT-Zug aus Kärnten, von Hubschraubern und Flächen-Löschflugzeugen des ÖBH. Erstmals erprobt wird auch der Einsatz von Drohnen, um Glutnester aufzuspüren.

Der Aufbau der Quartiere (Geschlafen wird in Zelten), das Einrichten des Führungsstabes sowie ein abschließendes Teilnehmerbriefing bilden die Schwerpunktaktivitäten der steirischen Übungsteilnehmer am ersten Tag.

Programm am Samstag

Am Samstag steht "massiver Truppeneinsatz" auf dem Programm. Die Brandbekämpfung erfolgt schwerpunktmäßig vom Boden aus. Aus den Bezirken Deutschlandsberg und Voitsberg sind KHD-Einheiten der Feuerwehr gesondert an der Übung auf der Soboth beteiligt.

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