Starglanz in der Grazer Oper
Fünf Tenöre, drei Sieger, zwei Geburtstagskinder.

Foto © G.EDER Vittorio Terranova sang mit Jungen das "Brindisi"
GRAZ. Drei Stunden Ohrenweide zu genießen galt es in der Grazer Oper, wo nicht nur die drei Preisträger des 18. Internationalen Gesangswettbewerbs "Ferruccio Tagliavini" aus Deutschlandsberg vorgestellt wurden, sondern mehrere Preisträger das Lebenswerk von Kammersänger Leo Nucci und die siebzigsten Geburtstage von Nucci und Mastermind Vittorio Terranova feierten.
Kammersänger Giuseppe Sabbatini holte als Dirigent ein Maximum an Klangfülle aus den Grazer Philharmonikern. Der Ungar Zsolt Haja, 28, gestaltete subtil die Lenski-Arie (Tschaikowsky). Lai Ling Kwong, 25, die Zweite, überraschte mit der "Pace"-Arie (Verdi). Der Südkoreaner Hyun Kyu Ra, 29, bewies seine Siegerqualitäten als Macbeth (Verdi).
Überraschung des Abends waren freilich Leo Nucci mit "Cortigiani" und "Si vendetta aus Verdis "Rigoletto". Tenor Francesco Meli als Werther (Massenet), Leonardo Caimi als Cavaradossi (Puccini) und die Soprane Donata D'Annunzio Lombardi mit dem "Un bel di" der "Madama Butterfly" (Puccini) und Serena Gamberoni in zwei Donizetti-Highlights begeisterten. Höhepunkt wurde das von allen, also mit Maestro Terranova und Maestro Sabbatini als Super-Alfredos, zelebrierte "Brindisi" aus Verdis "La Traviata". HANSJÖRG SPIES










