Eisige Kälte sorgt für viele Autopannen
Der Kälteeinbruch der vergangenen Tage macht zahlreichen Menschen und Fahrzeugen zu schaffen. Die Einsätze der Pannendienste der Region haben sich derzeit verdoppelt.

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Die frostigen Temperaturen machen derzeit vielen Bewohnern der Region zu schaffen. Personen, die von Berufs wegen viel Zeit im Freien verbringen, sind besonders betroffen.
"Anziehen, anziehen, anziehen. Nur das hilft gegen die Kälte", so Roswitha Purger, Straßenaufsichtsorgan in Deutschlandsberg. Purger schwört auf den sogenannten Zwiebellook. "Viele Schichten übereinander helfen bei Minusgraden. Aber der eisige Wind im Gesicht ist schrecklich", so Purger. Am Leibnitzer Marenzihof beim Bauernmarkt kann es richtig kalt werden. Margit Schwarzbauer, Marktfrau, weiß, wovon sie spricht: "In der Früh, wenn es noch dunkel ist, ist die Kälte besonders schlimm. Ich habe immer meinen Taschenwärmer eingesteckt. Der hält wenigstens meine Finger schön warm."
Auch im Bauwesen ist man mit dem Kälteeinbruch konfrontiert. Robert Ploschnik arbeitet seit 38 Jahren bei der Baufirma Vollmann. Der Hochbaupolier hat daher mit jeglichen Wetterverhältnissen längst umzugehen gelernt: "Man wird Hitze ebenso gewöhnt wie die Kälte. Wichtig ist einfach eine gute Ausrüstung, dann geht das schon. Und im heurigen Winter hatten wir bis jetzt ja sowieso wettertechnisches Glück. Es ist also halb so wild." Andreas Grundner, von B. Pichler Bau in Wettmannstätten, sieht das ähnlich. "Eine gute, temperaturangepasste Arbeitskleidung ist das Wichtigste in diesem Job. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", erklärt Grundner.
Die Autofahrerklubs der Region merken die eisigen Temperaturen ebenfalls. "Die Einsätze unserer Pannenfahrer haben sich seit dem Kälteeinbruch verdoppelt", weiß Doris Nais vom Arbö. Die morgendlichen Minusgrade lassen die Autos nur schwer starten. "Wichtig ist, die Autobatterie zu überprüfen und wenn notwendig auszutauschen. Mein persönlicher Tipp ist, früher aufzustehen. Falls das Auto wirklich nicht anspringt, hat man so immer noch einen Zeitpuffer. Stress erhöht schließlich die Unfallgefahr", weiß Rainer Absenger, Öamtc-Stützpunktleiter in Kaindorf an der Sulm.
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FAKTEN
Den Zustand der Autobatterie überprüfen. Nach mehreren vergeblichen Startversuchen sollte man dem Motor eine Erholungspause gönnen.
Vereiste Scheiben vollständig von Eis befreien.
Nach Startproblemen rund acht bis zehn Kilometer fahren und große Stromverbraucher (Sitzheizung, ...) ausschalten.
Dem Motor nach dem Kaltstart nicht die volle Leistung abverlangen.
Die Scheibenwischer wegklappen, um festfrieren zu verhindern.
Türgummi mit einem Mittel zur Gummipflege einfetten.
Frostschutz- und Scheibenfrostschutzmittel nachfüllen.
Dieselfilter überprüfen und gegebenenfalls tauschen. Bei Minustemperaturen können die Poren im Filter verstopft sein.
Das Fahrzeug an einer windgeschützten Stelle parken.
Ein "Kälte-Notset" im Auto deponieren. Bei Staubildung kann man mit warmer Bekleidung, Handschuhen, Proviant oder heißen Getränken mehrere Stunden warten.













