Spuren von Lkw-Unfall beseitigtVerkehr rollt wieder durch den Plabutsch

Tanklaster prallte am Mittwoch kurz nach Plabutschtunnel mit Lkw-Zug zusammen. Nun ist der Tunnel wieder befahrbar, die Arbeiten sind laut Asfinag abgeschlossen. Eine Spezialfirma werkte auf Hochtouren.

Unfall
Unfall beim Nordportal des Plabutschtunnels © Asfinag
 

Ein Unfall mit zwei beteiligten Lkw kurz nach der Nordausfahrt des Plabutschtunnels sorgte am Mittwochvormittag für eine Sperre der wichtigen Transitstrecke. Der Unfall löste in der Frühspitze ein Verkehrschaos in Graz aus.

Seit etwa 18 Uhr ist der Spuk aber vorbei. Laut Asinag waren "die Aufräumarbeiten besonders schwierig, weil aus dem Tankwagen ein Großteil des geladenen Heizöls ausgeflossen war". Man musste daher "einen Teil des Erdreichs im Bereich des Nordportals entfernen. Zusätzlich war bis in die Abendstunden eine Spezialfirma mit den aufwändigen Reinigungsarbeiten der Kanalisation beauftragt".

Fataler Defekt

Gegen 5.30 Uhr war der Lenker eines Lkw-Zugs nach einem technischen Defekt auf dem Pannenstreifen stehen geblieben. Ein nachkommender Tankwagen krachte in das abgestellten Schwerfahrzeug. Beide Lenker wurden verletzt. Mehr zum Unfallhergang lesen Sie hier.

Der Anhänger des Lkw-Zugs lag quer über die Fahrbahn und blockierte die Fahrstreifen, der mit Heizöl beladene Tanklastwagen wurde schwer beschädigt. Rund 4000 Liter Heizöl flossen aus dem lecken Tank. Der Chemie-Alarmdienst des Landes stand im Einsatz.

Feuerwehr und Ölalarmdienst konnten bis 8 Uhr das ausgeflossene Öl weitgehend binden, die verunfallten Fahrzeuge wurden  abgeschleppt. Danach muss aber auch Erdreich abgetragen und die Kanalisation gereinigt werden, heißt es von der Asfinag. Außerdem wurden Ölsperren in der vorbeifließenden Mur errichtet.

Nachtbild
Um 5.30 Uhr kam es zu dem Unfall Foto © Antenne Steiermark/Facebook

Asfinag-Einsatzleiter Andreas Bergmann: „Nach diesen Arbeiten und der Reinigung der Fahrbahn vom Ölbindemittel konnten wir zumindest die Überholspur und damit den Tunnel eingeschränkt freigeben.“ Eine Spezialfirma musste beauftragt werden, um auf der ersten Spur unmittelbar nach der Tunnelausfahrt die gesamte vom ausgeflossenen Heizöl betroffene Kanalisation sowie alle Schächte auf einer Länge von mehr als 500 Metern auszupumpen und danach durchzuspülen.

Bis zu zwei Stunden Zeitverlust

Die Auswirkungen der Tunnelsperre auf den Frühverkehr waren jedenfalls enorm. "Allein auf der Grazer Straße (B67) kamen Autofahrer stadteinwärts ab dem Flughafen Graz auf rund zehn Kilometer nur sehr, sehr langsam weiter. Der Zeitverlust bis zum Hauptbahnhof betrug fast zwei Stunden. Auch auf der Kärntner Straße und der Alten Poststraße kam es gegen 8 Uhr stadteinwärts zu rund 40 Minuten Zeitverlust. Einen ähnlichen Zeitverlust mussten Autofahrer auf der Grabenstraße oder Münzgrabenstraße einplanen", berichtete der Autofahrerklub ARBÖ.

Nach der Frühspitze hatte sich die Situation wieder entspannt, die Ausweichrouten im Westen der Stadt blieben dennoch weiterhin überlastet. Auf der Kärntnerstraße kam man den ganzen Tag über nur langsam voran.

Kommentare (16)

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eadepföbehm
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Radfahrer

Das sind die Tage an denen ich besonders froh bin in Graz als Radfahrer unterwegs zu sein. Da geht mir dieser ganze Ärger am A... vorbei.

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logischesdenken
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Da liegt es nahe..........

das dein Kommentar total an der Tatsache vorbeigeht und engstirniges Denken, Objektivität und Loyalität zu wünschen übrig lässt, das braucht nicht als Neid bezeichnet werden wie in deinem danach folgendem Posting !
Wenn sehr viele Leute mit Herz, Hirn und Verstand vorgehen würden bliebe sehr sehr viel Stressiges und Ungemach erspart .

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eadepföbehm
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Logisches Denken

Ganz kann ich deinem etwas wirr geschriebenen Kommentar nicht folgen, weil faraus nicht ganz eindeutig hervorgeht, wem du da welche Verhaltensweisen zuschreibst. Ich versuche das ein wenig zu sortieren.
Tatsache war, dass die ganze Stadt gestanden ist, ausser die Radfahrer, die Fußgänger und der öffentliche Verkehr sofern er nicht von anderen KFZ behindert wurde.
Engstirniges Denken und fehlende Objektivität legen PKW-Fahrer an den Tag, die sich wider besseres Wissen, dass die Stadt im Stau versinkt, sich keine Alternative zum PKW überlegen.
Loyalität den leidgeprüften Grazern gegenüber lassen Menschen erkennen, die sich Alternativen zum PKW überlegen und das sind auch die Menschen mit Herz, Hirn und Verstand, weil die ersparen auch anderen viel Stress und Ungemach. Wenn jemand solche Empfehlungen negativ bewertet muss man das nicht als Neid bezeichnen. Man kann auch Dummheit oder Ignoranz dazu sagen.

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eadepföbehm
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Der Neid is was grausliches

nur hilft es nichts eine Empfehlung zum Umstieg auf das Fahrrad negativ zu bewerten. Da wäre es schon wesentlich wirksamer sich selbst bei der Nase zu nehmen und die Wahl seines Verkehrsmittels zu überdenken.

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baldi39
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Heizöl in Mur

Sieht ganz so aus als ob sich das Heizöl in die Mur und auch in den Mühlgang ausgebreitet hat.

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hkirchweger
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Öl

Oh je. :-(

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top8
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deshalb müssen in

Zukunft in alle lkw und busse automatische abstandshaltsysteme rein, aber fixe und keine wie derzeit schon teilweise in bussen die der fahrer selber deaktvieren kann!

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RIGI9
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Kein Wunder

Bei diesen großteils rücksichtslosen LKW Fahrern kein Wunder! Täglich Unfälle und Pannen! Raserei, ständiges Überholen ohne Rücksicht, keine Abstände einhalten, sich anders beschäftigen! Kontrolle Null!

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Mex67
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Wegen dem Lkw Unfall

Hallo schönen guten Tag. Möchte ihnen nur eines sagen,ich bin ein sogenannter Lkw fahren. Bevor Sie so einen Unsinn schreiben mal nachdenken. Würde Sie sehr gerne mal einen Tag mitnehmen damit Sie sehen können wie oft ein Lkw von rücksichtslosen Pkw genötigt werden schwarze Schafe gibt es hier und dort die Pkw fahren sind aber die schlimmsten wird es einspurig auf der Autobahn was glauben sie wieviel Pkw Fahrer einen im Reißverschluss System reinlassen fast keine von wie vielen wir überholt werden wir zusammen schleifen müssen das nichts passiert durch die Autobahn Baustellen sind 80 kmh LKWs fahren 80kmh gilt die Beschränkung für PKW'S nicht was glauben sie wie eng es dort ist so Unfälle passieren ja aber zusammen gerechnet passieren mehr Pkw Unfälle als Lkw Unfälle das bei einem Lkw mehr schadrn passiert ist auch klar sind größer und schwerer

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logischesdenken
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Es wäre dir..........

einmal anzuraten selbst mit diesen engmaschigen Termindruck und der spärlichen Bezahlung in dieser Berufssparte zurande zu kommen, bist wie es so klingt auch ein Mensch wenn er einkaufen geht und die Ware ist nicht verfügbar jammert und meckert das es wahrscheinlich nicht auszuhalten ist, hinterfrage mal die Hintergründe sowie deren Ursachen und dann wird dein Denken sich loyaler gestalten.
Leider Gottes wird viel zuviel Ware von A nach B und wieder nach C usw. gekarrt was sehr oft fragwürdig und ineffizient ist, schwarze Schafe gibt es überall, das steht außer Frage, jedoch alle in diesem Berufszweig über einen Kamm zu scheren zeigt von Unwissenheit und Unkenntnis.

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Jak39
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@logischdenken@ Richtig.

Die Frühkartoffeln kommen aus Ägypten, die ersten Kirschen aus der Türkei, frische Erdbeeren f. Weihnachten aus Südafrika, frische Pilze aus Litauen usw., und das alles bringst der Storch?

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ebox
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@ RIGI9, keine Ahnung vom realen Verkehrsgeschehen.......

Anscheinend bist Du nur Fußgänger in der Herrengasse oder sonst einer Fußgängerzone, oder nicht einmal das. Wie sonst ist Dein Kommentar, der zu 100% auch für PKW und Motorrad Fahrern passt zu verstehen??

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morimutzi
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Das Problem ist recht einfach zu lösen: Die Versicherung des Unfallfahrzeuges muss die Staukosten bezahlen!

Das Verursacherprinzip könnte viele Probleme lösen, aber dann beginnt immer die Heulerei "kann doch jedem passieren", etc..
Wenn ich heute mit dem Auto schuldhaft in einen Zug krache, dann muss meine Versicherung auch die Kosten für die Unterbrechung der Bahnstrecke (Schienenersatzverkehre, etc.) bezahlen. Warum ist das im Straßenverkehr nicht so? Warum muss die ganze Wirtschaft die Milliarden an Staukosten jedes Jahr bezahlen?

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logischesdenken
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Dein Lösungsvorschlag........

wird sich dann sicherlich auf Kosten der Ware niederschlagen und wer das dann im Endeffekt bezahlen muss weiß jeder Normaldenkende.
Der Kunde und Endverbraucher ist dabei nicht unschuldig da jederzeit und immer alles nur wünschenswerte verfügbar sein muss, Leute seid ein bisserl zufriedener und geerdeter den dadurch ließe sich manch Ungemach und Unheil verhindern.

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UHBP
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@morim..

Warum ist das im Straßenverkehr nicht so?
Die Versicherung zahlt eh die Kosten des anderen Unfallbeteiligten.
Die Kosten für die Verspätung am Arbeitsplatz etc. werden dir beim Zugfahren auch nicht ersetzt. Wäre auch nicht möglich, da einerseits nicht berechenbar und andererseits würde es dann bestimmt Menschen geben die bei jedem Stau betroffen sind - die gerade dann auf der Staustrecke fahren wollten und dadurch einen enormen Schaden haben.

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zyni
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Die Autokonzerne sollen zuerst LKWs

entwickeln, die ohne Fahrer auskommen.

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