Falsch eingestellt

Hinterhältige Radarfalle blitzte die Falschen

Fehlerhafter Radar blitzte schon bei 70 statt bei 80 Stundenkilometern. Betroffen waren schwere Lkw. Behörde gesteht Fehler ein: Aber nur wer die Strafe noch nicht bezahlt hat, dem bleibt sie auch erspart.

Der falsch eingestellte Radarkasten in Stainach.
Der falsch eingestellte Radarkasten in Stainach. © KK
 

Es ist ein kurioser Irrtum, der aktuell im Ennstal für gehörige Aufregung bei vielen Transportunternehmern sorgt: Ein Radarkasten an der Ennstalbundesstraße auf der Umfahrung von Stainach blitzt seit Anfang Dezember reihenweise Lkw, deren Fahrer eigentlich nichts falsch gemacht haben.

Firma bekam täglich ein bis zwei Strafmandate

Den Stein ins Rollen brachte eine Unternehmerin, die im Ennstal einen Betrieb mit 16 Lkw führt: „Wir haben seit Anfang Dezember täglich ein bis zwei Strafmandate bekommen, weil unsere Lkw, angeblich auf der Stainacher Umfahrung zu schnell gefahren sein sollen.“ Bei genauer Durchsicht der Anonymverfügungen fiel der Chefin dann der Fehler auf. Im Schreiben der Behörde steht: „Sie haben die für Kraftwagen und Sattelkraftfahrzeuge mit einem höchst zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3500 kg auf Freilandstraßen erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h um 11 km/h überschritten.“ Das Problem dabei: Bei der Stainacher Umfahrung handelt es sich nicht um eine Freiland-, sondern um eine Autostraße, und da gilt für Lkw über 3,5 Tonnen eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometer.

Strafe nicht bezahlen!

In der Bezirkshauptmannschaft Liezen bestätigt man den Fehler. Birgit Leitner, Leiterin des Sicherheitsreferates: „Es stimmt, hier gab es einen Fehler im System des Radargerätes, der nicht in unserem Bereich liegt. Wir sind gerade mit Hochdruck dabei, alle entsprechenden Anonymverfügungen auszusortieren.“ Wichtig sei, dass die betroffenen Frächter die Anonymverfügungen nicht einzahlen, weil nach geltendem Recht eine Rückerstattung von bezahlten Anonymverfügungen nicht möglich ist.

Programmiert werden die Radargeräte von Beamten der Landesverkehrsabteilung – und dabei kam es zum entscheidenden Fehler. Ein Mitarbeiter vertippte sich bei der Eingabe und stellte die Geschwindigkeit so versehentlich um zehn Stundenkilometer zu niedrig ein.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hattori Hanzo
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Ich glaube da gibt es auch in Graz

mehrere die net so richtig funktionieren.... :-)

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Playthegame
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@Hattori Hanzo

*LOL*

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