Hartberger geschockt

An E-Zigarette die Finger verbrannt

Rauchen kann Ihre Gesundheit gefährden, Dampfen auch, hat der Hartberger Gerald Grabner schmerzlich erfahren. Die Akkus seiner E-Zigarette sind „ausgegast“. Von Bernd Hecke

Gerald Grabner erlitt Verbrennungen an der Hand.
Gerald Grabner erlitt Verbrennungen an der Hand. © KK
 

Jahrelang hing Gerald Grabner an der Zigarette, packerlweise – und konnte es sich einfach nicht abgewöhnen. Bis er seiner Gesundheit zuliebe vom Rauchen aufs Dampfen umgestellt hat. Dass aber E-Zigaretten auch ganz schön ungesund sein können, hat er diese Woche allzu schmerzhaft erfahren müssen.

Die verbrannten Finger wurden im LKH Hartberg vesorgt.
Die verbrannten Finger wurden im LKH Hartberg vesorgt. Foto © KK


„Mir ist meine E-Zigarette explodiert“, erzählt der 47-Jährige der Kleinen Zeitung, nachdem er mit einem dicken Verband an der rechten Hand nach der Versorgung aus dem LKH Hartberg gekommen ist. Das ganze Badezimmer sei mit einer schwarzen Russschicht überzogen gewesen, an den Händen hat er Brandblasen, auch am Oberschenkel habe er Verbrennungen erlitten, erzählt der Hartberger.


Kunde in Köln verlor Zähne

Es ist wohl der Albtraum eines jeden „Dampfers“. In Deutschland haben es manche schwer verletzt in die Schlagzeilen geschafft. Heuer hat es einem Kunden in Köln die E-Zigarette noch im Geschäft im Mund zerfetzt. Schnitte im Gesicht und mehrere ausgeschlagene Zähne waren die Folge. Im Netz grassieren auf Youtube Videos von explodierenden E-Zigaretten.


Händler: „Akku nicht explodiert, sondern ausgegast“

Wenn etwas explodiert, dann der Akku, falls er defekt, oder falsch eingesetzt ist, erklärt Andreas Zizka, der die „Dampferhütte-Filiale“ in Graz führt. Dort hat Grabner das Gerät gekauft. Im Hartberger Fall sei nichts explodiert, betont Zizka: „Da ist der Akku ausgegast.“

 

KK "Der Akku ist nicht explodiert, sondern ausgegast", sagt der Händer.
"Der Akku ist nicht explodiert, sondern ausgegast", sagt der Händer.Foto © KK

Es gebe bei Geräten namhafter Hersteller nämlich eine Art „Sicherheitsventil“, das Explosionen eben verhindert. Trotzdem kommt es aber eben zu einer beträchtlichen Hitzeentwicklung, wie der Hartberger diese Woche erfahren musste.

"Ein Versicherungsfall"

Zizka bedauert den Zwischenfall sehr: „Das ist aber der erste in den fast vier Jahren, in denen ich mit solchen E-Zigaretten am Markt bin.“ Jetzt werde das Gerät einem Gutachter übergeben, um die Ursache für das „Ausgasen“ zu eruieren. Dann werde das ganze ein Fall für die versicherung, die auch das Schmerzensgeld übernehmen werde.

Kommentare (9)

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psander
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AKKU nur in E-Zigarette?

Das kann doch bei unsachgemäßem Gebrauch mit jedem Akkubetriebenen Gerät passieren! Warum wird die E-Zigarette so hochgespielt?

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Surrender1970
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Gefährliches Gerät

Ha ha - fast so gefährlich wie ein mit 220 Volt betriebener Vibrator

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face00
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Pech

aber selber schuld wenn er unbedingt von Sucht getrieben dieses Zeug rauchen muss

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corazon
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Kein Pech

minderwertiges Produkt.

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Spitzer Walter
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Wer das schaft ist Spitze,alles wegsperren was der angreifen kann.

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Zongher
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"Benutzer" wie dieser Herr sollte man einfach als Kunden ausschließen.

Was kommt als nächstes, Kunden die sich an der Herdplatte verbrennen?

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creed
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Superwerbung für die echten, gesunden Tschick!

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Kreutzbruck0
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Ja, ja,

bald glauben wir's eh und lassen uns das Vergnügen verbieten. Dafür dürfen wir für die zig tausend Verletzte durch Auto-, Ski- und Bergunfälle die Pflegekosten übernehmen. Die wollen ganz einfach nicht, dass Private den Trafiken das Geld wegschnappen, weil sie zu spät auf den Zug aufgesprungen sind.

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boyle
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bei allen bisher bekannten fällen von verletzungen mit e-zigaretten waren unsachgemässe handhabung der grund.

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