Mord Graz-Jakomini

Herzstich für 20-Jährigen tödlich: "Freund" gestand

Am Tag nach der Bluttat in Graz mit einer 16 Zentimeter langen Klinge: Ein Herzstich war laut Gerichtsmedizin tödlich. 19-Jähriger "gestand den Tötungsvorsatz", so die Staatsanwaltschaft. Die Arbeit der Mordermittler geht aber weiter.

Der Tatort in Graz-Jakomini © Jürgen Fuchs
 

In Graz wird wegen Mordes ermittelt. Auslöser: Sechs Messerstiche eines 19-jährigen gegen seinen 20-jährigen Freund. Laut Staatsanwaltschaft ist der inhaftierte Verdächtige voll geständig: "Er gestand auch den Tötungsvorsatz", sagte man zur APA. Motiv sollen massive Beleidigungen gewesen sein. Deshalb stach der 19-Jährige zu, darunter einmal ins Herz und auch in den Kopf.
Als Todesursache wurde von der Gerichtsmedizin der Stich ins Herz ermittelt. 

Noch Computer gespielt

Die beiden jugendlichen Österreicher mit Migrationshintergrund aus Ägypten hatten in der Nacht auf Donnerstag in einer Wohnung in Graz-Jakomini Computer gespielt, und mit weiteren vier Personen den Abend verbracht. Am späteren Abend kam es zu einem handfesten Streit der beiden. Vermutungen, dass der Streit durch das Computerspiel ausgelöst worden sein dürfte, haben sich nicht bestätigt.

Tödlicher Streit in Graz

Tödliche Verletzungen

Im Zuge der Streiterei griffen die anderen Teilnehmer ein. Zunächst soll das Opfer den späteren Täter mit Händen und Füßen attackiert haben. Die beiden konnten getrennt werden, aber dann flammte der Streit kurz nach Mitternacht wieder auf. Daraufhin begaben sich die beiden ins Stiegenhaus des Wohnhauses. Der 19-Jährige holte ein Messer und stach auf den 20-Jährigen ein. Dieser erlitt tödliche Verletzungen im Brustbereich. Er verstarb noch vor Ort. Anrainer riefen die Polizei.

"Da sie sich mehrheitlich in einer arabischen Sprache unterhielten, verstanden die anderen Gäste vieles nicht", erklärte Staatsanwalt Arnulf Rumpold. Der 19-Jährige stach noch im Gang direkt vor der Tür auf seinen Freund ein und traf ihn einmal in die Herzregion, ergaben die ersten Ergebnisse der Obduktion. Neben den sechs Stichverletzungen wies die Leiche des jungen Opfers noch zehn Schnitte im Bereich des Kopfes und des Gesichts auf, beschrieb der Staatsanwalt.

Grund nicht geklärt

Der Vater des 20-Jährigen wurde kurzzeitig vom Kriseninterventionsteam betreut, brach diese Betreuung aber ab. Worum es in dem Streit tatsächlich ging, ist aber weiter nicht restlos geklärt. Der Verdächtige gab an, dass ihn der 20-Jährige grundlos provoziert habe. Alkohol dürfte laut Rumpold nicht im Spiel gewesen sein.

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