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Graz

Nach der Amokfahrt

Tausende Teilnehmer zu Gedenkmarsch erwartet

Bis zu 20.000 Besucher könnten am Sonntag in Graz teilnehmen. Aufgrund des erwartet großen Andranges wird der Gedenkakt auch auf Videowalls übertragen.

Auf dem Hauptplatz soll der Schlussakt des Gedenkens stattfinden.
Auf dem Hauptplatz soll der Schlussakt des Gedenkens stattfinden. © Leserreporter Patrick Pauritsch
 

Die Planung des Gedenkmarsches für die Opfer der Amokfahrt in Graz am kommenden Sonntag liegt in den Händen von Magistratsdirektor Martin Haidvogl. Die Route durch die Innenstadt ist exakt 1.640 Meter lang, zu der Trauerveranstaltung werden Tausende Teilnehmer erwartet. Gestartet wird um 16.45 Uhr beim Griesplatz.

"Ich bin begeistert, wie viele Ehrenamtliche mithelfen", sagte Haidvogl am Donnerstag im APA-Gespräch. Rund 60 Frauen und Männer von Freiwilligen Feuerwehren werden Ordnerdienste übernehmen. Eine Hundertschaft von Rettungskräften wird ebenfalls unentgeltlich in Bereitschaft sein. Dazu kommen das Kriseninterventionsteam und die Notfallseelsorge und Dutzende Polizeibeamte, erklärte Haidvogl. Bei der Amokfahrt am Samstag wurden drei Menschen getötet.

Stadt Graz/Fischer
Magistratsdirektor Martin HaidvoglFoto © Stadt Graz/Fischer

Unzählige private Anrufer und Initiativen hätten ihre Mithilfe angeboten, doch darauf könne so kurzfristig nicht eingegangen werden, sagte der Organisator. Er sprach von einer "extrem kurzen" Vorbereitungszeit. Trotz des Zeitdrucks habe er bisher "kein nervöses Wort" bei den Einsatzbesprechungen mit bis zu 40 Teilnehmern gehört: "So eine Planung geht nur mit Menschen, die wissen, dass es eine Ausnahmesituation ist."

Foto © Kleine Zeitung Grafik

Teilnehmerzahl schwer einzuschätzen

Wie viele Teilnehmer kommen werden, sei sehr schwer abschätzbar, meinte Haidvogl. Auf Facebook haben bei mehreren Veranstaltungsseiten bis Donnerstagmittag mehr als 5.000 Teilnehmer zugesagt. Die tatsächliche Zahl dürfte aber weit höher liegen und möglicherweise rund 20.000 betragen. Da der Hauptplatz nur für 10.000 Menschen ausgelegt ist, werden im Umkreis Videowalls aufgestellt.

"Wenn viele Menschen kommen, müssen sie sich auf Wartezeiten beim Start am Griesplatz einstellen. Wir bitten daher, Geduld mitzubringen", sagte Haidvogl. Die Teilnahme ist nur ab dem Griesplatz möglich. Der Hauptplatz wird großräumig gesperrt. Pufferzonen und Fluchtwege gehören ebenfalls zum Konzept.

Auf Kerzen verzichten

Haidvogl rechnet für die 1.640 Meter lange Strecke mit einer Gehzeit von 50 Minuten bei langsamem Tempo. Er bat aus Sicherheitsgründen, auf Kerzen zu verzichten. Nach dem Gedenkakt am Sonntag sollen auch auf den Straßen keine Kerzen mehr aufgestellt werden, sondern nur noch in der Stadtpfarrkirche. Für den Weg zum Startpunkt am Griesplatz empfiehlt Haidvogl, ausreichend Zeit einzuplanen und auf das eigene Auto zu verzichten.

Seitens der Kommunikationsabteilung des Landes Steiermark hieß es am Donnerstag, dass sich bisher rund 60 Journalisten, Fotografen und Kameraleute akkreditiert haben. In die Organisation sind Vertreter der Telekom (für die Medienübertragung, Anm.), des Stromversorgers, der Müllabfuhr, der Holding Graz-Linien oder etwa auch vom Bühnenaufbau und der Musik eingebunden.

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