Eine Frau und viele Männer
Der Chor der Marktgemeinde Veitsch hat seine Herkunft vom Bergbau.
Aus dem Bergbau in der Veitsch rekrutierten sich im Jahr 1920 die Männer, die sich zu einem Gesangsverein zusammenfanden. Damals nannte sich der Verein MGV Alpenrose. Aber seit 1997 weht im Chor ein frischer Wind. Mit Anita Ferstl, einer Kindergartenpädagogin aus Kapfenberg, gibt es eine neue Chorleiterin und mit Franz Scheikl einen neuen Obmann. Zuvor änderte man auch den Namen, und zwar in "Chor der Marktgemeinde Veitsch".
Mit all den Neuerungen und insgesamt 14 aktiven Sängern feierte der Männerchor im Jahr 2010 sein 90-jähriges Bestehen. "Aber ein Männerchor sind wir geblieben, und daran halten wir fest", sagt Ferstl. "Ich mag die Literatur für Männerchöre, die eine andere ist als für gemischte Klangkörper", erklärt die Chorleiterin.
Warum ein Männerchor? In der Gründungszeit des Veitscher Chores durften Frauen zwar in der Familie singen, selten aber in der Öffentlichkeit. Daher ist es den Sängern und ihrer Chorleiterin wichtig, dass die Ehefrauen ins Chorleben eingebunden sind.
Bis zu 70 Lieder können die Sänger des Chors der Marktgemeinde Veitsch auswendig singen, und mindestens 500 Stücke sind im Archiv des Chors. Ferstl ist auch ständig auf der Suche nach neuer Literatur aus allen möglichen Quellen.
Das Volkslied hat bei diesem Klangkörper zwar immer Hochsaison, aber Unterhaltungsmusik wie Austropop, Evergreens und Musicals finden auch Platz im Repertoire und werden bei unterschiedlichsten Veranstaltungen österreichweit gesungen. Stolz ist der Chor der Markgemeinde Veitsch auf die Silbermedaille, die er beim internationalen Chorwettbewerb in Bruck "ersingen" konnte. Höhepunkt für den Gesangsverein im Jahreskreis ist das traditionelle Konzert in Groß-Veitsch.
Die Sänger kommen übrigens nicht nur aus der Veitsch, sondern auch aus Kapfenberg, Wartberg und Mitterdorf. DORIS GRASSBERGER







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