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Zuletzt aktualisiert: 03.03.2008 um 08:50 Uhr

Auch Süden blieb nicht ganz verschont

Umgestürzte Bäume, blockierte Straßen, abgedeckte Häuser, Stromausfälle: Auch in der Steiermark wütete der Sturm, die Schäden hielten sich zum Glück aber in Grenzen. Doch am Sonntag droht nächste Sturmfront.

Feuerwehren im Einsatz

Foto © APAFeuerwehren im Einsatz

Wie von den Meteorologen seit Tagen vorhergesagt, blieb auch die Steiermark von Sturmtief "Emma" nicht verschont. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 123 Stundenkilometern (gemessen in Irdning) wütete der Orkan am Samstag vor allem im Ausseerland, im Ennstal, im Mürztal, im Bezirk Graz-Umgebung und im Raum Feldbach. Rund 2500 Haushalte waren zeitweise ohne Strom, umgestürzte Bäume blockierten Straßen und Bahnverbindungen, mehrere Häuser wurden abgedeckt. Nach ersten Meldungen waren bis zum Abend zum Glück keine Verletzten zu beklagen.

Schwere Schäden. Am schlimmsten erwischte "Emma" die Obersteiermark, allein im Bezirk Liezen mussten 36 Feuerwehren zu 100 Einsätzen ausrücken. In Gröbming waren die üblichen Mittagssirenen der Feuerwehr gerade verklungen, als der Sturm losbrach. Bäume wurden reihenweise abgerissen oder gleich samt der Wurzel auf die Straße geschleudert, Verkehrsschilder knickten unter der Wucht der ersten orkanartigen Wellen, da waren Haushalte und Geschäfte längst finster. Im Norden von Gröbming krachte unter dem Druck des Sturms die Hälfte eines großen Wirtschaftsgebäudes in sich zusammen. "Zuerst hat es das Dach angehoben, dann sind die Wände weggekippt und das Gebäude ist zusammengefallen", schildert eine Augenzeugin.

Überrascht. Orkan "Emma" schaffte es, trotz aller Warnungen die Menschen im Ennstal zu überraschen: Nach einem trüben, aber windstillen Vormittag verwandelte das Sturmtief das Tal binnen Minuten in ein Tollhaus. Mit umherfliegenden Trümmern, Ästen und Werbetafeln und mit Menschen, die in größter Hektik versuchten, wenigstens ihr Auto noch irgendwo in Sicherheit zu bringen. So heftig Emmas Gastspiel im Norden der Steiermark war, so kurz war es auch. Nicht lange nach den ersten Zerstörungen herrschten zwischendurch sogar Sonnenschein und Windstille.

Zahlreiche Probleme. Auch im Mariazellerland sorgten vor allem umgestürzte Bäume für Probleme. Im Bezirk Mürzzuschlag waren gestern Nachmittag, nachdem der Sturm abgeflaut war, 126 Florianijünger mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Im Neuberger Ortsteil Krampen stürzte ein Baum auf einen Wochenendhaus, in Mürzsteg wurde ein Haus abgedeckt. In der Veitsch riss ein Baum einen Strommasten um und löste einen Brand aus. Das Feuer wurde durch den starken Regen aber sofort gelöscht.

Orkanartige Regenfälle. Im Bezirk Feldbach standen am Nachmittag 155 Feuerwehrleute im Einsatz. "Der Sturm wütete eine Dreiviertelstunde lang mit orkanartigen Regenfällen. Wir mussten vor allem umgestürzte Bäume aufarbeiten", berichtete Thomas Meier vom Bezirksfeuerwehrkommando Feldbach. Verglichen mit Orkan "Paula", der vor fünf Wochen in der Steiermark wütete, dürfte "Emma" gestern verhältnismäßig geringen Schaden angerichtet haben. Doch schon am Sonntag Nachmittag wird es wieder stürmisch, diesmal dürfte auch der Süden der Steiermark betroffen sein.

DANIELE MARCHER, CHRISTIAN NERAT, FRANZ POTOTSCHNIG, BERND THURNER

Fakten

In Graz wurden von der Berufsfeuerwehr lediglich zwei Einsätze im Zusammenhang mit dem Sturm gemeldet.

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