Stundenlange Blitzorgien
In der Nacht auf Montag tobten im ganzen Mürztal Unwetter. Für die Feuerwehren war es trotzdem eine eher ruhige Nacht.

Foto © Franz PototschnigFünf Lkw-Ladungen mit Geröll und Schutt kamen hier herunter, da half auch das Stahlnetz nichts mehr
Bereits am Sonntagabend begannen die heftigen Unwetter, und sie zogen sich fast durch die ganze Nacht. Es blitzte und krachte in vielen Orten beängstigend, und auch die wolkenbruchartigen Regenfälle ließen schwere Schäden vermuten.
Überraschend unspektakulär fiel aber gestern Vormittag die Bilanz der Feuerwehren über diese erste richtige Gewitternacht des heurigen Jahres aus. Der größte Schaden passierte am Radweg von Thörl nach Kapfenberg, und zwar kurz nach Thörl. Ein Murenabgang riss dort das massive Schutznetz weg und verschüttete ein Stück des Radweges. Fünf Lkw-Ladungen mit Geröll wurden gestern abtransportiert, dazu noch ein Lkw mit Holz, das ebenfalls von der Mure mitgerissen worden war.
Wegen der heftigen Regenfälle gab's Alarm in Mixnitz und ein weiteres Mal in Thörl. In Turnau schlug ein Blitz in einem Wald ein, er zündete aber nicht, wie Peter Schelch, Pressesprecher des Feuerwehr-Bezirkskommandos, mitteilte.
Auch im Bezirk Mürzzuschlag verlief die Nacht glimpflich. Laut Feuerwehr-Bezirkssprecher Robert Pusterhofer rückten die Wehren von Kindberg und Mürzhofen zur Hochwasserbekämpfung aus, und in Steinhaus kam es durch Blitzschlag zum Brand eines Reisighaufens, der rasch eingedämmt werden konnte.
Die Wetterlage bleibt aber unbeständig. Gerade nachmittags und nachts ist die ganze Woche mit Unwettern zu rechnen. Da die Temperaturen aber nicht mehr so hoch sind wie zuletzt, sollten die Gewitter auch nicht allzu heftig ausfallen.







