Sicherheit muss nicht immer langweilig sein
172 Schüler aus sieben Volksschulen des Bezirkes Bruck nahmen am Mittwoch an der Kindersicherheitsolympiade in Kapfenberg teil. Dabei ging es vor allem um eines: Spielerisch mit Sicherheit umgehen lernen.

Foto © Monika SchachnerSicherheit zu üben kann wirklich Spaß machen
Was tun, wenn heißes Öl in der Pfanne zu brennen beginnt? Nichts, mit Wasser löschen oder Deckel drauf? Richtig, die letzte Antwort stimmt! Das Team Volksschule Turnau hat 100 Punkte!
Heiß her im doppelten Sinn ging es am Mittwoch im Kapfenberger Fekete-Stadion. Zehn Volkschulklassen aus dem ganzen Bezirk Bruck kämpften bei der Kindersicherheitsolympiade 2008 um den Sieg. "Ja, wir haben uns in der Klasse darauf vorbereitet", erzählt Maria Gawriloff, Lehrerin an der Volksschule in Turnau. Doch nicht das Gewinnen würde für sie und ihre Schüler im Vordergrund stehen, sondern das Dabei sein sei entscheidend. Und: "Es macht ganz einfach Spaß!"
Nach feierlichem Einzug, Ablegen des olympischen Eids und Entzünden des olympischen Feuers ging es gleich zu den Wissensfragen aus den Bereichen Unfallvermeidung, Selbstschutz und Zivilschutz. Kein Problem für die gewieften Schüler aus dem Bezirk Bruck. "Es gab keine schwierigen Fragen", sind sich Jennifer und Alessandro einig. Obwohl der Zehnjährige später doch lächelnd eingesteht, daheim kurz in die Informationsbroschüre geschaut zu haben. Kaum ist der Satz fertig gesprochen, geht's für die beiden Schüler der 4 a der Brucker Volksschule Theodor Körner zum nächsten Bewerb: den Radparcours. Sicherheit bedeutet nämlich nicht nur wissen wie man Brände am besten vermeidet, sondern auch, wie man sich im Straßenverkehr richtig bewegt. Bei diesem Bewerb müssen die Schülerteams einen Hütchen-Slalom absolvieren, bevor zum Abschluss noch die Nummern von Feuerwehr, Polizei, Rettung und der Euro-Notruf, also 122, 133, 144 und 112 gefragt sind.
Organisiert wird die Kindersicherheitsolympiade vom Steirischen Zivilschutzverband. "Es geht uns vor allem um Nachhaltigkeit. Und Kinder sind eben die besten Multiplikatoren", erklärt Projektleiter Dietmar Lederhaas. Das Interesse durch die Schulen würde von Jahr zu Jahr steigen. "Mittlerweile müssen wir schon Klassen abweisen", bedauert Lederhaas. Für Bezirksstellenleiter Franz Ramisch zählt vor allem eins: "Hier können die Kinder spielerisch für den Ernstfall lernen."
Übrigens, die 4 a-Klasse der Volksschule Kapfenberg-Stadt gewann den Bewerb knapp vor der 4. Klasse der Volksschule Thörl. Beide Teams werden den Bezirk Bruck beim Landesfinale am 11. Juni in Kapfenberg vertreten.







