Im asphaltierten Steilhang
Europacup-Team der ÖSV-Damen mit vier Steirerinnen auf Trainingskurs in Kapfenberg. Die nächste Einheit auf Schnee findet in Hamburg statt.
SKI ALPIN. Die Kraft passt. Beatrice Pösendorfer tritt derart beherzt in die Pedale, dass das Hinterrad ihres Rennrades beim Intervalltraining auf der Kapfenberger Burgstraße (ja, die steile Seite) mehrmals durchrutscht. Neun Mal muss die Breitenauerin mit Kollegin Michelle Morik (Vorarlberg) im Regen den steilen Asphalt bezwingen, ehe Co-Trainer Martin Kroisleitner aus Kapfenberg zufrieden ist. Tamara Tippler und Mirjam Puchner wollten mit den Rennrädern im gemütlicheren Pulsbereich Richtung Tragöß radeln. Erwischt haben sie aber die Straße nach Thörl. . .
Der Rest der 15-köpfigen Damenriege absolviert im Stadion Laufeinheiten. "Ich bin zufrieden", nickt Cheftrainer Thomas Trinker, auch in Richtung der Steirerinnen Conny Hütter und Ramona Siebenhofer.
Der Schladminger ist nach vielen Jahren als "Co" bei den Herren im Weltcup erstmals Damentrainer. "Der Unterschied ist gar nicht so groß. Die Damen hinterfragen vielleicht weniger und ziehen alles voll durch." Von Stars wie Maier und Eberharter kennt Trinker die Eigenschaften der Top-Profis. "In den Europacup schafft man es auch nur mit Talent. Dann werden die Faulen automatisch aussortiert. Der Wille, etwas zu erreichen ist aber bei allen da." Das nächste Schneetraining findet an einem ungewöhnlichen Ort statt: in der Skihalle Hamburg-Wittenburg. CHRISTOPH HEIGL
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