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Eduard Lengger aus Tragöß ist ein "Zusteller-Urgestein".
Ins Schleudern bringt Eduard Lengger so schnell nichts - "höchstens Glatteis im Winter", gibt der 51-Jährige zu. Seit mehr als 25 Jahren trägt der Tragösser für die "Redmail" die Kleine Zeitung in seinem Heimatort aus, und das zur vollen Zufriedenheit seiner Kunden. Und wenn tatsächlich einmal nichts mehr geht, spielt Lengger seinen großen Erfindungsreichtum aus.
So etwa vor vielen Jahren, als es in Tragöß einmal gut einen Meter Neuschnee hatte. "Damals bin ich sogar mit meinem Allradauto stecken geblieben", erinnert er sich. Doch seine Leserinnen und Leser sollten wissen, warum sie an diesem Tag ihre Kleine nicht wie gewohnt zum Frühstück bekommen haben. Kurzerhand hat der "Edi", wie ihn alle nennen, beim ORF-Landesstudio Steiermark angerufen, sein Problem geschildert und tatsächlich hat der Moderator daraufhin den ganzen Vormittag lang die Tragösser über Lenggers Schicksal informiert.
Mit dem Zeitungsaustragen hat Lengger kurz nach seiner Heirat begonnen, "um ein fixes Geld neben der Landwirtschaft nach Hause zu bringen", wie er sagt. Zwar ist er mittlerweile seit mehr als 20 Jahren bei der Raiffeisenbank beschäftigt, aber "seine" Tragösser bekommen nach wie vor die Kleine Zeitung von ihm zugestellt. Mit 19 Zeitungen hat er begonnen, mittlerweile sind es 170 geworden.
Der Vater dreier Töchter spielt auch bei der "Gamsbratl-Musi", ist bei der Feuerwehr aktiv und hat noch ein weiteres Hobby: die Kommunalpolitik. ULF TOMASCHEK








