"Der Stein kam wie ein Geschoss auf mich zugeflogen"
Wagen eines Autofahrers (41) wurde von Stein getroffen. Auch Lkw fuhr über das Hindernis.

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Thomas Voller aus Tragöß hat die letzte Nacht nicht besonders gut geschlafen. "Ich bin ja zum Glück unverletzt davongekommen, aber man stellt sich schon die Frage, was passieren hätte können. Normalerweise hole ich um diese Uhrzeit auch meinen Sohn ab, gestern lag er aber krank daheim im Bett."
Auf das Auto zugerollt. Am Mittwoch, gegen 14.30 Uhr, war der Versicherungsagent mit seinem Geländewagen auf der L 111 nahe St. Katharein an der Laming Richtung Bruck/Mur unterwegs. "Ich fuhr bei einem Haus vorbei, als ich plötzlich aus dem Augenwinkel eine Bewegung bemerkte. Zuerst dachte ich an ein Wild, dann sah ich aber einen Steinbrocken, der wahnsinnig schnell auf mein Auto zurollte. Es war wie ein Geschoss", erinnert sich der 41-Jährige an die dramatischen Momente. Der Steirer hatte keine Chance mehr auszuweichen, der Stein mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern rollte vor seinem Wagen auf die Straße.
Stillstand. "Ich hab' ihn voll mit der Front erfasst, der Wagen ist zum Glück drüberg'hupft, mich hat's gewaltig ausgehoben." Erst nach rund 30 Metern brachte Voller seinen Wagen zum Stillstand.
Trotz Notbremsung. In diesem Moment kam aus der Gegenrichtung ein Lkw, trotz einer Notbremsung konnte auch der Slowake (44) nicht mehr rechtzeitig anhalten und krachte gegen das Hindernis. Der Lkw-Lenker kam, so wie Voller, mit dem Schrecken davon, beide Fahrzeuge wurden beschädigt. "Mein Geländewagen hat Totalschaden. Aber ich bin glücklich, dass mir nichts passiert ist - auch wenn ich heute jeden Knochen spüre", war der Steirer gestern erleichtert.
Begutachtung. Wie die Begutachtung durch einen Geologen ergab, dürfte sich der Stein durch Forstarbeiten oberhalb der Unfallstelle gelöst haben. Unmittelbare Gefahr besteht derzeit keine, bei Bedarf wird die Straße aber gesperrt.








