Von Barockmusik bis zur Gegenwart
Die Stadtpfarrkantorei Bruck singt vor allem geistliche Werke und vergessene alte Musik.
Besonders das Wiederentdecken alter Musik liegt Herbert Handl, dem Chorleiter der Brucker Stadtpfarrkantorei, am Herzen. Er gründete diesen gemischten Chor der Pfarre Bruck im Jahr 1995 und leitet ihn bis heute. Zu seinen Aufgaben zählt als Kirchenmusiker vor allem das geistliche Konzert.
Konnte er anfangs auf 14 Sänger zählen, sind es jetzt schon 25, mit höherem Frauenanteil. "Sachen, die in Vergessenheit geraten sind, versuche ich aufzuspüren", erzählt der Thörler Handl, der Kirchenmusik sowie Chor- und Ensembleleitung und Gesangspädagogik studiert hat. Kontakte zu Musikwissenschaftlern helfen ihm auch bei der Suche nach alter Musik.
Eine Uraufführung mit Barockmusik, die das letzte Mal vor 300 Jahren gespielt worden ist, erfüllt ihn mit Stolz. Bei solchen Veranstaltungen kommt es auch vor, dass Barockkonzerte mit Instrumenten aus dieser Epoche untermalt werden. "Wir sind natürlich auf Bruck konzentriert, weil es unsere Aufgabe ist, kirchliche Hochfeste musikalisch zu gestalten", so Handl. Sehr viel liegt ihm daran, die Jugend zum Singen zu motivieren. Innerhalb der Kantorei gibt es bereits einen Jugendchor, der in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Bruck entstanden ist. Ein Kinderchor startet im Herbst. "In der Volksschule sollte endlich wieder gesungen werden, dafür mache ich mich stark", zeigt sich Handl zuversichtlich.
Im Rahmen von "Klangstrom", so heißt eine Konzertreihe in den Brucker Kirchen, wird übermorgen, am Palmsonntag, um 17 Uhr in der Stadtpfarrkirche Bruck "Via Crucis" von Franz Liszt gespielt, eine Kreuzwegandacht für Chor, Bariton und Orgel.
DORIS GRASSBERGER









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