Im Ernstfall geht es um Leben und Tod
Drei Frauen am Rennfeld bei Bruck abgestürzt, zwei Wanderer auf der Schweizeben und zwei weitere in der Rabenwand verunglückt - zum Glück nur die Wintergebietsübung der Bergrettung.
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Alarm für die Bergretter des Einsatzgebietes Hochschwab: Zwei Wanderer sind im Bereich der Rabenwand in der Nähe von Bruck schwer verunglückt - einer liegt mit schweren Verletzungen am Fuß der Wand, der andere hat eine böse Kopfverletzung und hängt mitten im Felsen. Für beide besteht höchste Lebensgefahr.
Die von der Feuerwehr zum Absturzort transportierten Bergretter sehen sofort, dass sie vor einer schwierigen Bergung stehen. Sofort seilt sich einer von ihnen zum Verletzten in der Wand ab, um abzuklären, wie schwer seine Verletzungen sind. Zwei weitere steigen mit einer Tragbahre nach. Die Bergung stellt sich als schwieriger heraus, als die Retter gedacht hatten. Der Fels ist überhängend, immer wieder verhängt sich die Bahre, eine Bergung nach oben ist unmöglich. Die Bergretter entscheiden, sich mit dem Verunglückten bis zum Fuß der Wand abzuseilen.
Inzwischen hat eine zweite Gruppe das andere Opfer erreicht und versorgt. Nach bangen Minuten können die beiden Verletzten dann endlich mit vereinten Kräften geborgen und von der Rettung in Richtung Krankenhaus abtransportiert werden.
Ein Unglück kommt aber selten allein: Am Rennfeld verirren sich beim Abstieg drei Frauen, zwei von ihnen stürzen im felsigen Gelände ab, die dritte kann nicht mehr vor oder zurück. Wieder steigen Bergretter auf und retten auch die drei Frauen aus höchster Gefahr. Genauso wie zwei Wanderer, die auf der Schweizeben bei Bruck schwer verunglückt sind. Auch sie verdanken ihre sichere Bergung den ausgerückten Bergrettern.
Glück im Unglück
Glück im Unglück: Es handelt sich bei allen drei Alarmierungen um Einsätze für die diesjährige Wintergebietsübung des Einsatzgebietes Hochschwab, zu der gestern auf Einladung der Ortsstelle Bruck insgesamt 87 Bergretter zwischen Mixnitz im Süden und Mariazell im Norden des Bezirkes Bruck ausgerückt sind.
"Die Übung ist wirklich perfekt abgelaufen", freute sich danach der Brucker Ortsstellenleiter Markus Schwarz, "wir wissen, dass es im Ernstfall um Leben oder Tod geht und jede einzelne Minute zählt." Er und sein Team hatten die Übung vorbereitet und ihren Kameraden aus den anderen Ortsstellen durchwegs schwierige Aufgaben gestellt.
Wie notwendig diese Übungen sind, zeigt die vorjährige Bilanz der Bergretter des Einsatzgebietes Hochschwab, die 2011 zu insgesamt 97 Einsätzen bei Wind und Wetter ausgerückt sind. Zwar gingen die meisten dieser Einsätze einigermaßen glimpflich aus, aber immerhin fünf Menschen konnten nur noch tot geborgen werden.









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