Standort mitten im Leben
Die Lebenshilfe Bruck hat in Thörl einen neuen Standort eröffnet, in dem neue Wege der Behindertenarbeiten beschritten werden.
Jemanden in der Gemeinde willkommen zu heißen, zählt zu den schönsten Aufgaben eines Bürgermeisters", sagte Thörls Ortschef Günther Wagner bei der Eröffnung des neuen Lebenshilfe-Zentrums. Sehr zentral, direkt an der Bundesstraße, liegt der Standort. Der sehr wichtig ist, wie Gerhard Kotzegger, pädagogischer Leiter der Lebenshilfe Bruck, und Geschäftsführerin Karin Prethaler betonten.
"Dieser Standort ist ein Symbol dafür, dass wir mitten im Leben stehen wollen und nicht irgendwo im Abseits", sagte Kotzegger. Ans "Im-Abseits-Leben", daran erinnerte auch Lebenshilfe-Obfrau Regina Grabmaier in ihrer Ansprache. Sie ist aber zuversichtlich, dass solche Zeiten für Behinderte nie mehr kommen werden. Mitten im Leben stehen soll auch bedeuten, mitten in der Arbeitswelt, und da ist die Lebenshilfe gerade dabei, neue Wege zu gehen.
"Weg von den Werkstätten, hinein in die Betriebe" lautet die Devise, die von den Betroffenen selbst kommt. "Wir wollen auch in die Schicht und eine Montur tragen", so der simple Wunsch. "Hinaus in die Wirtschaft ist sicher der richtige Weg, er braucht aber auch Geduld", mahnte Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser in seiner Rede.
Notwendig wurde der neue Standort, weil in Graßnitz mittlerweile zu wenig Platz ist und Robert Gradwohl auf der Suche nach einem neuen Mieter war. Acht Lebenshilfe-Kunden werden am neuen Standort ihren Platz haben, zusätzlich wird auch betreutes Wohnen angeboten. Einer jener Lebenshilfe-Kunden, die ab jetzt in Thörl leben, ist auch Franz Maier, dem zur Eröffnung ein Herzenswunsch erfüllt wurde. Weil er noch nie das Meer gesehen hat, hat ihn Gradwohl für einen Tag ins slowenische Piran eingeladen.








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