Auszeichnung für ein Juwel im neuen Glanz
Die Barbarakapelle im Schloss Thörl zeigt sich nun auch innen in neuem Gewand. Als Raum für Hochzeiten, Taufen, Konzerte und Lesungen ist sie fester Bestandteil des Kulturlebens in Thörl.
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Gute Arbeit erhält ihren Preis: Die frisch restaurierte Barbarakapelle im Schloss Thörl befindet sich unter den zehn Objekten, die kürzlich auf der Burg Oberkapfenberg mit dem "Steirischen Wahrzeichen" des Revitalisierungsfonds ausgezeichnet wurden. Neben der Plakette konnte sich "Schlossherr" Karl Hempel stellvertretend für die Hempel-Hubersting-Privatstiftung auch über einen Scheck über 1000 Euro freuen, angesichts der hohen Restaurierungskosten allerdings nur der berühmte "Tropfen auf dem heißen Stein".
Seit 1980 ist Hempel mit Restaurierungsarbeiten an dem ehemaligen Hammergewerkensitz beschäftigt. Da das Schloss zuvor etliche Jahre lang nicht bewohnt wurde, gab es Vieles zu sanieren. Eine große Außenrestaurierung und die Verlegung der Mariazeller Bundesstraße, die zuvor in einer S-Kurve knapp am Schloss vorbeiführte, bildeten den Anfang. Im März des Vorjahres begannen dann die Arbeiten an der Innenausstattung der Kapelle, die mit Fresken des Hofmalers Josef Adam von Mölck ausgestattet ist. Die vom Restaurator Hubert Schwarz durchgeführten Arbeiten konnten im November 2009 abgeschlossen werden, genau ein Jahrhundert nach der letzten Auffrischung der Malereien aus dem 18. Jahrhundert.
"Bei den Arbeiten gab es auch überraschende Erkenntnisse", erzählt Hempel. So stammen die für Mölcksche Malereien gehaltenen dekorativen Blumenvasen erst aus der Zeit der letzten Restaurierung. Da das darunterliegende Original nicht mehr rekonstruiert werden konnte, blieben die Vasen auch nach der jetzigen Restaurierung erhalten.
Bei den Arbeiten an der Barbarakapelle kamen übrigens ausschließlich lokale Handwerker zum Zug: Tischler- und Schmiedearbeiten wurden von Werkstätten aus der Region getätigt und auch Restaurator Schwarz ist gebürtiger Etmißler.
Warum das Schloss im Besitz einer Stiftung ist? "Ich habe vier Kinder", sagt Hempel. Im Falle einer Erbteilung würde wahrscheinlich der Besitz in seiner Gesamtheit gefährdet sein. Erbteilungen seiner Vorfahren haben das Bestehen des Schlosses Thörl schon im vergangenen Jahrhundert gefährdet.










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