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Zuletzt aktualisiert: 13.09.2010 um 21:04 UhrKommentare

Lage bei Lehrern entspannt

Trotz sinkender Schülerzahlen konnten heuer in den Bezirken Bruck und Mürzzuschlag alle Pflichtschullehrer weiterbeschäftigt werden. Grund dafür sind die Pensionierungen.

Foto © AP/Sujet

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, auch die Lehrer und nicht zuletzt die beiden Bezirksschulinspektoren Elisabeth Schwendenwein (Bruck) und Walter Kranner (Mürzzuschlag) haben den ersten Schultag überstanden. Schwendenwein und Kranner sogar recht gut. Musste doch in den beiden Bezirken zum einen keine Schule geschlossen werden, zum anderen konnten alle Lehrerinnen und Lehrer im Pflichtschulbereich weiterbeschäftigt werden.

"Hinsichtlich der Lehrerbeschäftigung haben wir heuer eine entspanntere Situation als in den vergangenen Jahren", freut sich Schwendenwein. Die Brucker Bezirksschulinspektorin konnte alle Lehrerinnen und Lehrer wieder beschäftigen, auch im schwierigen Volksschulbereich. Möglich wurde das durch Pensionierungen einerseits und durch die Tatsache, dass viele Pädagogen in ihre Heimatbezirke versetzt werden konnten.

Weniger Zuwanderer

Dennoch sei der derzeit viel zitierte Lehrermangel - noch - nicht spürbar, meint Kranner. "So sind im Bezirk Mürzzuschlag zwar 16 Pflichtschullehrer in Pension gegangen, dafür gehen aber aufgrund sinkender Schülerzahlen zwölf bis 13 Lehrerposten verloren", rechnet Kranner vor. Die sinkenden Schülerzahlen sind sowohl auf die geburtenschwachen Jahrgänge als auch - vor allem im Bezirk Mürzzuschlag - auf den Rückgang der Zuwanderer zurückzuführen. "Die Volksschule Mürzsteg ist nur noch einklassig, vor wenigen Jahren war sie, bedingt durch den hohen Anteil an Zuwandererkindern, noch dreiklassig", sagt der Bezirksschulinspektor.

Auch wenn heuer keine Volksschule zugesperrt werden musste, schwebt doch Jahr für Jahr das Damoklesschwert der Schließung über den einklassigen Volksschulen. Neben Mürzsteg sind das in der Region Altenberg, Halltal, Frauenberg und Kapfenberg-Arndorf.

Vor allem in den demografisch schwachen Gegenden wie dem Neuberger Tal oder dem Mariazeller Land sinken die Schülerzahlen zum Teil dramatisch. So wird die Volksschule Gußwerk nur noch zweiklassig, Mariazell dreiklassig geführt. Auch Neuberg hat nur noch eine dreiklassige Volksschule.

Auslaufen wird die frühere Expositur Brandstatt der Volksschule Stanz, die nun schon das zweite Jahr in der Stammschule beheimatet ist. Heuer werden dort noch die dritte und vierte Stufe unterrichtet, nächstes Schuljahr wird die vierte Klasse "ganz normal" geführt.

ULF TOMASCHEK

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