Kampf gegen "Höllenfahrt"
Pendler will Netzwerk gegen überfüllten Regionalexpress im Mürztal.

Foto © APA"Nachdem eine Frühverbindung von Bruck nach Mürzzuschlag gestrichen worden ist, herrschen jeden Morgen völlig untragbare Bedingungen"
Raimund Hagemann fährt seit zwei Jahren jeden Tag nach Hönigsberg zur Arbeit. Früher von Bruck aus, seit Dezember von der Stanz, wo er nun wohnt. Doch seit Anfang Jänner ist die Fahrt zur Arbeit für ihn eine "Höllenfahrt", wie er sagt. "Nachdem eine Frühverbindung von Bruck nach Mürzzuschlag gestrichen worden ist, herrschen jeden Morgen völlig untragbare Bedingungen", klagt Hagemann.
Regionalexpress. Konkret herrschen diese Bedingungen im Regionalexpress, der um 6.46 Uhr Uhr von Kindberg nach Mürzzuschlag fährt. Hagemann steigt um 7.05 Uhr in Kindberg zu - "und vor allem bis Krieglach herrscht ein Gedränge, dass die Gänge und Ausstiegsbereiche heillos überfüllt sind. An manchen Tagen drängen sich die Kinder sogar auf den Stehplatten zwischen den Waggons", kritisiert Hagemann.
Vor der letzten Fahrplanänderung hätten die Schüler auch den späteren Zug nehmen können, jetzt kämen sie aber mit der nächsten Verbindung zu spät in die Schule, sagt Hagemann.
Streichung zurücknehmen. Der Stanzer will nun ein Netzwerk mit Mürztaler Schulen knüpfen und so die Öffentlichkeit auf die für ihn untragbare Situation aufmerksam machen. Die gestrichene Verbindung soll von den ÖBB wieder in Betrieb genommen werden.
An Lösung wird gearbeitet. Bei den Bundesbahnen kennt man das Problem bereits. Laut Pressesprecherin Verena Harrasser wird auch an einer Lösung gearbeitet. Denkbar wäre, den Zug zu verlängern. Ob das umlauftechnisch möglich ist, werde derzeit geprüft, erklärt Harrasser.







