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Zuletzt aktualisiert: 26.05.2012 um 20:16 UhrKommentare

Persönliches macht Geschichte berührend

Berührende Schicksale aus der Region Mürzzuschlag in den letzten Kriegstagen zeigt die Ausstellung "Zwischen Bangen und Hoffen". Schüler sprachen dafür auch mit Zeitzeugen.

Foto © Wintersportmuseum

Es war eine Begegnung der Generationen und heraus kamen berührende Geschichten für eine Ausstellung über die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges in Mürzzuschlag. Zu sehen ist sie im Wintersportmuseum. "Zwischen Bangen und Hoffen" heißt sie und Schüler der Polytechnischen Schule Mürzzuschlag haben mit Bewohnern des Altenpflegeheimes dafür Zeitzeugeninterviews geführt.

"Das Altersheim ist mit der Alternative Eden ins Boot gesprungen", erzählte Barbara Habermann vom Wintersportmuseum bei der Eröffnung der Ausstellung. Die Alternative Eden ist eine Pflegeform, welche die Bewohner je nach ihren Fähigkeiten in Projekte und Freizeitaktivitäten einbindet. Mehr als 15 Interviews haben die Schüler gemacht, die Gesprächspartner waren teilweise bereits älter als 90 Jahre. "Aber unsere Schüler sind sehr liebevoll mit den alten Menschen umgegangen", sagte Eva Schilhan-Moser, Lehrerin an der Polytechnischen Schule.

Schilhan-Moser hatte das Zeitzeugenprojekt an der Schule initiiert und sich ans Wintersportmuseum gewandt, ob es eine Möglichkeit der Zusammenarbeit gebe. Die wurde mit der Ausstellung gefunden. Bilder und Objekte ergänzen die Erzählungen der Betroffenen von den letzten Kämpfen im Semmeringgebiet, vom Kriegsalltag, von Kriegsheimkehrern, von der Begegnung mit den Besatzungsmächten. "Wir stellen subjektive Erzählungen allgemeinen Betrachtungen gegenüber", erklärt Museumsleiter Hannes Nothnagl den Charakter der Ausstellung. Beteiligt war auch die Regionalhistorische Arbeitsgemeinschaft. Mit Ausstellungen abseits vom Thema Wintersport möchte Mürzzuschlag das Museum "für verschiedene Zielgruppen bespielen", wie Gemeinderat Andreas Sonnleitner in Vertretung des Bürgermeisters in seiner Rede erklärte.

Info: Die Ausstellung ist bis 23. September geöffnet. Dienstag bis Sonntag von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr.

MICHAELA AUER

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