Unterschriften für Zugverbindung über Semmering
Eva-Maria Faffelberger aus Steinhaus hat fast 300 Unterschriften für eine bessere Zugverbindung über den Semmering gesammelt - und hofft.

Foto © AuerEinen lebendigen Eindruck macht der Bahnhof Steinhaus nicht mehr. Pendler wehren sich nun
Eva-Maria Faffelberger pendelt selbst täglich von Steinhaus nach Wien, wo sie als Volksschullehrerin arbeitet. Aber seit der letzten Fahrplanänderung der ÖBB ist eine durchgehende Zugverbindung über den Semmering Geschichte. Die gibt es am Abend und in der Früh, dazwischen nicht mehr. Vom Semmering nach Mürzzuschlag und auf der anderen Seite vom Semmering nach Payerbach fährt kein Zug mehr.
"Es gibt bloß Busverbindungen, aber zu unmöglichen Zeiten, damit kann keiner was anfangen", sagt Faffelberger. So fährt ein Bus um 10 Uhr nach Mürzzuschlag, aber um 11 Uhr schon wieder nach Spital und Steinhaus zurück. "Da hat niemand was davon, da kann ja keiner in dieser Zeit in Mürzzuschlag etwas erledigen", ärgert sich Faffelberger.
Es trifft vor allem auch Familien mit Schulkindern. "Die fahren 15 Mal am Tag nach Mürzzuschlag, um ihre Kinder hin- und herzubringen", sagt Faffelberger. Denn anders sind Termine wie Nachmittagsunterricht oder Musikschule nicht zu bewältigen. Auch Gäste, die den sehr gut frequentierten Bahnwanderweg gehen wollen, haben keinen Zug mehr. Vor der Fahrplanänderung war es üblich, dass die Wanderer vom Semmeringgebiet weg nach Mürzzuschlag gingen und mit dem Zug wieder hinauffuhren - oder eben umgekehrt.
"Ich habe nichts unversucht gelassen", sagt Faffelberger. Die Unterschriften aus der Steiermark und aus Niederösterreich hat sie an die ÖBB und an Politiker geschickt, vom Bürgermeister bis hin zu Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann. "Ich hab' mir gedacht, ich mach' da jetzt was, vielleicht tut sich was bis zum nächsten Fahrplan", hofft Faffelberger. MICHAELA AUER








