Bagger zerriss Gasleitung
Gasunfall in Steinhaus am Semmering: Ein gewaltiger Knall erschütterte am Montag die Semmering-Passhöhe. Ein Bagger riss die Gasleitung auf, verletzt wurde dabei niemand. Das Gebiet wurde abgesperrt.

Foto © FF Steinhaus a. S.Die kaputte Leitung
So manche Einheimische und Feriengäste saßen am Montag noch beim Frühstück, als ihnen ein ohrenbetäubender Knall und lautes Zischen einen gewaltigen Schrecken einjagte. Viele liefen aus den Häusern, um zu sehen, was denn da passiert ist.
Passiert war Folgendes: Ein Baggerfahrer war gerade mit Rekultivierungsarbeiten an der neuen 80-Zentimeter-Gaspipeline beschäftigt. Dabei grub er zu tief und verletzte die alte, 30 Zentimeter starke Gasleitung, die unmittelbar neben der neuen verläuft. Der Druck von mehr als 50 bar sorgte für den Knall.
Betrieben wird die Leitung von der "Gasnetz Steiermark GmbH", einem Unternehmen der "Energie Steiermark". Deren Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris gab am Montag noch am Vormittag bekannt, dass die Sache zwar sehr laut und spektakulär gewesen sei, dass es sich aber nur um einen Sachschaden handelt: "Es kam zu keiner Explosion und auch dem Baggerfahrer ist nichts passiert. Wir rechnen damit, dass der Schaden in 24 Stunden wieder repariert sein wird."
Heute wieder repariert
Harnik-Lauris betonte auch, dass den Kunden kein Nachteil entstanden sei und die Gaszufuhr weder für die Industrie noch für die Haushalte unterbrochen werden musste: "Nach dem Druckabfall wurde natürlich so rasch wie möglich abgeschaltet, die Abnehmer werden zwischenzeitlich durch die Gasleitung über den Pyhrnpass versorgt."
Die Rekultivierung der neuen Mürztaler Gasleitung schreitet trotz dieses Vorfalls zügig voran, an einigen neuralgischen Stellen wird noch an der Gasleitung gearbeitet, und auch von Oberaich Richtung Süden wird mittlerweile fleißig gebaut. Man ist mit der "Südschiene" bereits auf dem Hochanger angelangt, geführt wird sie vorerst bis zur Papierfabrik Sappi in Gratkorn.








