Mountainbike: Downhill-Elite am Semmering
Die Downhill-Elite gastierte am Semmering und kürte die Staatsmeister.

Foto © GEPA
Als Markus Stöckl in den Zielhang brettert, wo es ihn zerbröselt, gleich danach aber wieder aufsteht und dem Publikum zuwinkt, scherzt der Moderator: "Wie versprochen, hat der Max ein Shirt zerlegt." Die Frage ob Stöckl zu schnell gewesen sei, beantwortet der grinsend: "Zu langsam. . ." Kurz darauf wird die Rettung zum "MS Intens Racing Team" gerufen. Stöckl, der Teamchef, hat sich doch gröber verletzt. Erst im Vorjahr hat er auf einem Mountainbike mit 210 km/h einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord aufgestellt.
Viele Stürze. Stürze sieht man bei der Downhill-Staatsmeisterschaft am "Zauberberg" (250 Biker) zu Hauf, die meisten sind gleich wieder auf den Beinen und nehmen lachend den Applaus der Zuschauer entgegen. Wilde Hunde eben - und wendig wie Hasen: Ein Waldweg, gespickt mit Wurzeln, Steinen und Baumstümpfen. Bis zu einem halben Meter ragen sie in die Piste, die dann eineinhalb Meter in die Tiefe fällt. Wie nix geht die Elite drüber, tritt in die Pedale, rempelt die gepolsterten Bäume, wird zurückgeworfen auf die 2200 Meter lange Strecke, glüht weiter. Der Ritt erinnert an ein Stier-Rodeo.
Sieg. Stöckl durfte sich noch freuen: Der Weltranglisten-Zweite Matti Lehikoinen (FIN) siegte vor J. D. Swanguen (USA), beide fahren für sein Team. Staatsmeister wurden Markus Pekoll (Team Planai) und Petra Bernhard (FSC Tieschen). Die Baustelle beim Starthaus suchten übrigens viele vergebens. Es gab keine, der Lärm dröhnte aus Lautsprechern - Szenemusik.







