Historischer Sechsfach-Sieg: Scheikl führte Rodel-Armada an
Historischer Sechsfach-Sieg des ÖRV nach Pigneter-Patzer in St. Sebastian.

Foto © ÖRV/WagnerErster Sieg für Michael Scheikl
Was für ein Finale! Österreichs Herren feierten beim Weltcup in St. Sebastian einen noch nie dagewesenen Sechsfach-Erfolg bei den Naturbahn-Rodlern, angeführt von zwei Ex-aequo-Siegern.
Streckenrekord. Doch eigentlich hätte das Rennen zur Triumphfahrt des Italieners Patrick Pigneter werden sollen. Im ersten Lauf knallte er einen famosen Streckenrekord ins Eis, ließ die Österreicher und das Steirer-Trio Michael Scheikl (2.), Gernot Schwab (5.) und Thomas Schopf (6.) eine halbe Ewigkeit zurück. Im zweiten Durchgang kam aber alles anders: Schopf fuhr Lauf-Bestzeit, Scheikl setzte sich ex aequo mit Gerald Kammerlander an die Spitze. Und nur noch Pigneter stand oben: Der baute seine Führung sogar aus, riskierte aber unnötig und verhaute die letzte Kurve. 35 Meter vor dem Ziel knallte er mit Tempo 80 in die Bretter. Irgendwie bekam er den Schlitten zu fassen, rutschte am Hintern ins Ziel und löste als Siebenter die Zeitnehmung aus - unfassbar, den 400 Zuschauern stand der Mund offen.
Scheikls erster Sieg. Dann flossen die Freudentränen, denn Scheikl feierte somit in seinem erst fünften Weltcup-Rennen den ersten Sieg. "Der schönste Tag meiner Karriere", jubelte der 19-Jährige aus Kindberg und fiel Papa Alois, Mama und Oma um den Hals. Der ebenfalls erst 19-jährige Obdacher Schopf grinste: "Dritter! Endlich auch im Weltcup am Stockerl." Weltmeister Schwab wurde mit einer beschädigten Schiene nur 0,05 Sekunden hinter Schopf Vierter. "Es hat nicht sollen sein", resümierte der Irdninger enttäuscht.
Sieg für Italienerin. Bei den Damen ging der Sieg an Renate Gietl (ITA), die vor der Russin Ekatharina Laurentjeva und Melanie Batkowski (AUT) gewann.







