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Voves-Pläne lassen träumen
Vision. Neue Ballsport-Halle als Folge der "Super-Gemeinde"?
SPORTPOLITIK. Prächtiger Diskussionsstoff, den der Landeshauptmann geliefert hat: Franz Voves hat die Vision vorgezeichnet, im Zuge der Strukturreform die Städte Leoben, Bruck und Kapfenberg samt Umlandgemeinden zusammenzuführen. So würde die siebentgrößte "Stadt" Österreichs mit 77.000 Einwohnern entstehen (Kleine Zeitung, 15. März).
Diese Vision ist zwar eine politische und zielt auf die Verwaltungseinheiten, doch betroffen wären auch die Sportstrukturen. Betrachtet man die Voves'sche "Supergemeinde" - und gliedert noch Trofaiach dazu -, ergibt sich eine Region, die im Sport eine gewaltige Vielfalt offenbart (siehe Infokasten).
Angeführt von den Aushängeschildern KSV, DSV, Union Leoben und Kapfenberg Bulls gibt es ein Großaufgebot: Man hat Erstligaklubs in Leoben (Handball, Floorball), Kapfenberg (Fußball, Basketball, Tischtennis) und Eisenerz/Trofaiach (Volleyball), dazu viele Zweit-Liga-Klubs (Handball, Tischtennis, Eishockey), die Kegler in Leoben und Bruck sowie die Eisstockschützen. Plus: Dutzende Hobbyteams und Klubs in kleineren Ligen.
"Da könnte man irrsinnig viele Synergien nutzen", glaubt Claus Hödl, Chef der Leobener HLA-Handballer. Auch für echte Großsponsoren, die sonst um die Region einen Bogen machen, sei man dann interessanter. Hödl selbst hatte vor zehn Jahren schon die Handball-Vision des "HC Eisenstraße", der von Trofaiach bis Bruck alle Kräfte bündeln sollte: Teams in erster, zweiter und dritter Liga wären die Basis für einen Superklub. "Da würde man in der HLA sofort um den Titel mitreden und könnte bis an den Europacup und die Champions League denken."
Stichwort Hallensport
In der Großregion gibt es derzeit sehr viele kleine Sporthallen mit begrenzten Möglichkeiten, teilweise als Schul-Turnhallen benutzt, was bei Trainingszeiten, Derbys und Play-off-Krachern alle Nähte platzen lässt. Statt viele Hallen aufwendig am neuesten Stand zu halten (VIP, Sanitär, Tribünen), könnte man in der Region eine richtig große Ballsporthalle ("Halle für alle") planen, die alle Stückerln spielt. "In der Steiermark gibt es keine einzige", weiß Hödl. Mit mehreren Spielfeldern, Platz für 3000 Besucher und einer idealen Lage ist das für ihn "absolut denkbar", auch für Länderspiele und große Konzerte. Das top-moderne Multiversum in Schwechat könnte als Vorbild dienen.
Lauter Visionen, die voraussetzen, dass man sich zwischen Hafning und St. Lorenzen tatsächlich als Einheit versteht und berechtigte Einwände ernst genommen werden. CHRISTOPH HEIGL




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