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Zuletzt aktualisiert: 09.11.2011 um 20:30 UhrKommentare

Deponiegegner hoffen auf Voves

Gleich zwei offene Briefe haben die Anrainer der in Mürzhofen geplanten Bodenaushubdeponie an den Landeshauptmann geschrieben.

Die Anrainer hoffen auf Voves

Foto © EderDie Anrainer hoffen auf Voves

Seit eineinhalb Jahren kämpft der Verein MüLo, eine Bürgerinitiative aus Mürzhofen und St. Lorenzen, gegen die geplante Bodenaushubdeponie Zettelbauer am Wiedenberg in der Gemeinde Mürzhofen. Die zweite mündliche Verhandlung, die am 19. Oktober abgehalten worden ist, lässt die Anrainer "das Schlimmste befürchten", wie es die Sprecher der Deponiegegner nun in einem offenen Brief an den steirischen Landeshauptmann Franz Voves formuliert haben - denn die betroffenen Anrainer sind nach dieser jüngsten Verhandlung alles andere als optimistisch, dass die Deponie noch zu verhindern ist.

Dennoch wollen sie weiter gegen die Baupläne ankämpfen. In dem offenen Brief, unterzeichnet von Vereinsobmann Günter Angerer und drei weiteren Vorstandsmitgliedern, ersuchen die Anrainer den Landeshauptmann, dafür zu sorgen, sämtliche Bedenken der Bürger und auch die Stellungnahme des zuständigen Distriktsarztes in die Entscheidung einfließen zu lassen.

Diesem Brief folgte wenige Tage später ein zweites Schreiben, verfasst von zwei Mitgliedern der MüLo - beide sind unmittelbare Anrainer der geplanten Deponie - und mit dem MüLo-Vorstand abgestimmt. Darin weisen die Verfasser auf die ohnedies bereits bestehende Feinstaubbelastung in der Region hin. Sie erinnern Landeshauptmann Franz Voves daran, dass die steirische Landesregierung im Jahr 2008 im Programm zur Feinstaubreduktion das obersteirische Mur- und Mürztal explizit als Feinstaub-Sanierungsgebiet ausgewiesen hat.

"Mit diesen beiden Briefen wollen wir auf möglichst breiter Basis auf uns aufmerksam machen", sagt Vereinsobmann Angerer. Derzeit läuft auch eine zweite Unterschriftenaktion gegen die Deponie - die erste hatte vor eineinhalb Jahren rund 200 Stimmen gebracht. Angerer hofft diesmal auf etwa 500 Unterschriften. Er kann sich auch vorstellen, diese dann dem Landeshauptmann persönlich zu überbringen. ULF TOMASCHEK


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